Rückblick · erstellt am · Rennen vom 6. September 2026

GP Italien 2026: Antonelli siegt in Monza von Startplatz 19

Andrea Kimi Antonelli gewinnt den GP Italien 2026 von Startplatz 19. Ein Stopp unter VSC und frische Medium-Reifen brachten in Runde 50 den Sieg.

GP Italien 2026: Antonelli gewinnt von Startplatz 19

Andrea Kimi Antonelli fuhr beim GP Italien 2026 von Startplatz 19 zum Sieg und machte damit 18 Plätze gut. Er führte einen Doppelsieg von Mercedes vor George Russell an, Max Verstappen wurde für Red Bull Dritter. Entschieden wurde das Rennen durch Antonellis Stopp unter dem Virtuellen Safety Car in Runde 28: Mit frischen Medium-Reifen holte er sich in Runde 50 die Führung von Russell zurück. Auf unserer Rennseite zum GP Italien kannst du das ganze Rennen in 3D nacherleben.

Rennverlauf in Monza: Rote Flagge nach Leclercs Unfall

Im Autodromo Nazionale di Monza war es heiß und trocken: Die Luft hatte zwischen 31,4 und 32,9 Grad, der Asphalt zwischen 51,1 und 57,1 Grad. Pierre Gasly stand für Alpine zum ersten Mal in seiner Karriere auf der Pole Position. Er verteidigte die Führung in der ersten Schikane und lag nach Runde 1 vorn. Schon in Runde 2 zog Russell an ihm vorbei.

Dahinter gab es bei Ferrari ein Heim-Drama. In der ersten Schikane kollidierten Charles Leclerc und Lewis Hamilton. Hamilton musste durchs Kiesbett und fiel zurück. Die Rennkommissare sahen sich die Szene in Kurve 2 an und verzichteten auf weitere Ermittlungen. Kurz danach verlor Leclerc im mittleren Sektor einen Platz an Verstappen. Am Ausgang der Curva Alboreto brach ihm der Ferrari aus, und er schlug ohne Fremdeinwirkung heftig in die Barriere ein. Leclerc stieg unverletzt aus.

Die Rennleitung schickte zuerst das Safety Car auf die Strecke und brach das Rennen dann in Runde 3 mit der roten Flagge ab, denn die Barriere musste repariert werden. Weil die Teams während der Unterbrechung die Reifen wechseln durften, hatten alle danach einen kostenlosen Stopp hinter sich. Neu gestartet wurde stehend. Der erste Versuch wurde abgebrochen, weil Yuki Tsunoda seinen Startplatz verfehlte. Die Kommissare wollten diesen Vorfall erst nach dem Rennen untersuchen. Nach einer zusätzlichen Runde ging es weiter, und Russell kam gut weg.

Führungskampf: Wie Antonelli Russell in Runde 50 überholte

Antonelli stand nur auf Platz 19, weil er nach einer Strafe für Antriebsteile zurückversetzt wurde. Im Qualifying war er Siebter gewesen. Bis zur roten Flagge hatte er sich schon auf Platz 12 vorgearbeitet. Drei Runden nach dem Neustart lag er auf Platz 8.

An der Spitze ging es hin und her. Verstappen führte von Runde 12 bis 14, dann übernahm wieder Russell. In Runde 18 bremste Antonelli seinen Teamkollegen in Kurve 1 aus und ging in Führung. Weil er an der ersten Schikane mehrmals zu weit kam, holte sich Russell in Runde 23 den ersten Platz zurück.

Am Ende zahlten sich die frischeren Reifen aus. In Runde 49 kam Antonelli am Ausgang der ersten Schikane noch einmal von der Strecke ab und verlor Zeit. In Runde 50 ging er zwischen der zweiten Lesmo-Kurve und der Ascari-Schikane an Russell vorbei und fuhr davon. Dazu holte er die schnellste Runde des Rennens.

Strategie beim GP Italien: Der VSC-Stopp war der Schlüssel

Nach dem Reifenwechsel unter roter Flagge hatten die Topteams zwei Möglichkeiten. Russell, Lando Norris, Oscar Piastri und Gasly wechselten von Medium auf Hard und fuhren damit bis ins Ziel. Bei Russell waren das 50 Runden auf einem Satz, von Runde 4 bis 53. Antonelli startete auf Hard und wechselte während der Unterbrechung auf Medium. Damit war für ihn klar, dass er noch einmal an die Box musste.

Diesen zweiten Stopp legte Antonelli genau zum richtigen Zeitpunkt ein: unter dem VSC in Runde 28, zusammen mit Verstappen. Vor dem Stopp lag Antonelli auf Platz 2, drei Runden danach auf Platz 4. Er verlor also nur zwei Plätze. Danach hatte er für die letzten 25 Runden neue Medium-Reifen, während Russell mit seinen alten Hards auskommen musste. Der Plan ging auf: Platz 1 mit 3,857 Sekunden Vorsprung. Auch Verstappen profitierte. Er wechselte unter dem VSC auf Hard und fiel von Platz 3 auf Platz 6 zurück. Im Ziel war er trotzdem Dritter.

Pech hatten Nico Hülkenberg, Carlos Sainz, Esteban Ocon, Sergio Pérez und Valtteri Bottas. Sie kamen alle in Runde 27 an die Box, nur eine Runde vor dem VSC, und bezahlten den vollen Zeitverlust. Ocon fiel dabei von Platz 14 auf 16 zurück. Alexander Albon (Williams) holte sich in Runde 46 noch Softs. Das kostete ihn drei Plätze, von 14 auf 17, und brachte nichts mehr ein.

Ausfälle, Strafen und Vorfälle beim GP Italien

Drei Autos kamen nicht ins Ziel:

  • Charles Leclerc (Ferrari): Nach einer absolvierten Runde war Schluss. Er verunfallte allein am Ausgang der Curva Alboreto, was zur roten Flagge führte.
  • Fernando Alonso (Aston Martin): Nach 23 Runden war das Rennen für ihn vorbei. Fernando Alonso war nach dem Wechsel von Antriebsteilen aus der Boxengasse gestartet. Er fuhr in Kurve 7 über einen Randstein und beschädigte dabei sein Auto. Das Team holte ihn an die Box und stellte den Wagen ab, um weitere Schäden zu vermeiden. Alonso sagte dazu: „I picked up some damage to the car when I hit a kerb.“
  • Lance Stroll (Aston Martin): Nach 26 Runden war er raus. Lance Stroll wurde auf der Start-Ziel-Geraden langsamer und stellte sein Auto im Notausgang von Kurve 1 ab. Vermutet wurde ein Problem mit der Hydraulik. Kurz danach folgte die VSC-Phase in den Runden 28 und 29.

Die einzige Strafe im Rennen bekam Pérez (Cadillac). Er hatte in Runde 25 in Kurve 1 die Anweisungen der Rennleitung für den Notausgang missachtet. Dafür gab es in Runde 30 fünf Sekunden Zeitstrafe. Gegen Pérez und Franco Colapinto wurde außerdem nach dem Rennen wegen verbotener Probestarts ermittelt. Bei Tsunoda ging es um die Startprozedur. Russell entging einer Strafe: Die Kommissare untersuchten einen möglichen Gelbflaggen-Verstoß aus Runde 33 und verzichteten in Runde 40 auf weitere Maßnahmen. Auch die Berührung zwischen Liam Lawson und Hülkenberg in Kurve 4 in Runde 14 blieb ohne Folgen.

Gewinner und Verlierer beim GP Italien in Monza

Gewinner:

  • Antonelli machte 18 Plätze gut und holte die schnellste Runde. Das war die Fahrt des Tages.
  • Lawson startete nach Wechseln an Motor und Heckflügel als 22. aus der Boxengasse und wurde 14. Das sind acht Plätze mehr. Dabei hatte ihn ein zusätzlicher Stopp in Runde 12 mit 31,1 Sekunden in der Boxengasse von Platz 11 auf Platz 21 zurückgeworfen.
  • Tsunoda fuhr für das RB F1 Team von Platz 15 auf 10 und holte damit noch einen Punkt. Sein Teamkollege Arvid Lindblad wurde Achter.
  • McLaren: Norris kam von Startplatz 8 auf Platz 4. Piastri wurde Fünfter, obwohl er nach einer Strafe für das Behindern von Lawson drei Plätze nach hinten versetzt worden war.

Verlierer:

  • Ferrari: Beim Heimrennen fiel Leclerc aus, und Hamilton wurde nach der Kollision mit ihm nur Sechster.
  • Gasly startete von der Pole Position und kam als Siebter ins Ziel. Das sind sechs Plätze weniger, aber er holte trotzdem Punkte.
  • Aston Martin: Beide Autos fielen aus.
  • Oliver Bearman (Haas) verlor vier Plätze, von 11 auf 15. Gabriel Bortoleto (Audi) fiel nach dem Neustart von Platz 11 auf 16 zurück und verpasste die Punkte als Elfter knapp.

WM-Stand nach dem GP Italien: Antonelli baut Vorsprung aus

In der Fahrer-WM holte Antonelli sieben Punkte mehr als Russell. Er führt jetzt mit 267 Punkten und 66 Punkten Vorsprung auf Russell (201). Dahinter folgen Hamilton (191), Norris (171) und Leclerc (155). Leclerc blieb nach seinem Nullrunden-Ausfall auf Platz 5. Verstappen ist mit 127 Punkten Sechster, Piastri hat 116. An der Reihenfolge der Top 10 änderte sich nichts.

Bei den Teams baute Mercedes seinen Vorsprung mit dem Doppelsieg aus: 468 Punkte gegen 346 von Ferrari. McLaren ist mit 287 Punkten Dritter, Red Bull mit 204 Vierter. Den kompletten WM-Stand 2026 findest du bei uns. Die Szenen aus Monza kannst du auf der Rennseite noch einmal in 3D nacherleben.

Quellen

  1. Ergebnis und Daten GP Italien 2026 – formel-1-livestream.de
  2. 2026 Italian Grand Prix race report and highlights: Kimi Antonelli beats George Russell to Italian GP win with stunning comeback drive – Formula 1
  3. Alonso and Stroll both retire from Italian GP – Honda Racing

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