Formel 1 Regeln
Das komplette Reglement der Saison 2026 – detailliert, aber verständlich erklärt. Von Qualifying und Punkten über Flaggen, Safety Car und Strafen bis zu Motor, Aerodynamik und Budgetobergrenze. Wo sich 2026 etwas gegenüber den Jahren 2022 bis 2025 geändert hat, steht ein Neu 2026.
Überblick: Wer macht die Regeln?
Die Formel-1-Weltmeisterschaft wird vom Automobil-Weltverband FIA ausgeschrieben. Die FIA schreibt die Regeln, kontrolliert die Autos und stellt an jedem Wochenende die Offiziellen. Die kommerziellen Rechte (Vermarktung, TV, Kalender-Verträge) liegen bei der Formula One Group, im Reglement „Commercial Rights Holder“ genannt.
Seit 2026 ist das Regelwerk neu gegliedert. Es besteht aus sechs Teilen:
- Section A – Allgemeine Bestimmungen: Meisterschaft, Punkte, Startnummern, Lizenzen, Verfahren und Sanktionen.
- Section B – Sportliches Reglement: Ablauf des Wochenendes, Start, Safety Car, Strafen, Reifen, Bauteil-Kontingente, Testfahrten.
- Section C – Technisches Reglement: Maße, Gewicht, Aerodynamik, Antrieb, Kraftstoff, Sicherheit und Crashtests.
- Section D und E – Finanzreglement: Budgetobergrenzen für Teams (D) und Motorenhersteller (E).
- Section F – Betriebsreglement: Werkspausen, Windkanal- und CFD-Beschränkungen, Prüfstände.
Darüber steht der Internationale Sportkodex (ISC) der FIA mit seinen Anhängen, etwa Anhang H (Flaggen, Streckensicherung) und Anhang L (Lizenzen und Verhalten auf der Strecke).
Die wichtigsten Offiziellen
- Rennleiter (Race Director): leitet die Sessions, schickt Safety Car oder VSC raus, zeigt rote Flaggen, meldet Vorfälle.
- Sportkommissare (Stewards): ein unabhängiges Gremium, das Vorfälle untersucht und Strafen verhängt. Bestraft wird nur, wer klar ganz oder überwiegend schuld ist.
- Technischer Delegierter: prüft, ob die Autos dem Reglement entsprechen (Abnahme, Wiegen, Parc fermé).
- Dazu kommen unter anderem ein Sicherheits-, ein Medizin- und ein Sportdelegierter sowie der Fahrer des Safety Cars.
Bestimmte Strafen sind nicht anfechtbar, zum Beispiel Zeit- und Durchfahrtsstrafen während des Rennens oder Startplatzstrafen für zusätzliche Motorteile. Gegen andere Entscheidungen kann ein Team Berufung beim Internationalen Berufungsgericht der FIA einlegen oder eine Überprüfung beantragen, wenn neue, wichtige Beweise auftauchen.
Was ist 2026 neu?
2026 ist die größte Regeländerung seit vielen Jahren. Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
- Neuer Antrieb: Etwa die Hälfte der Leistung kommt jetzt elektrisch. Der Elektromotor MGU-K leistet bis zu 350 kW (vorher 120 kW), die MGU-H am Turbolader ist gestrichen.
- 100 % nachhaltiger Kraftstoff: Der Sprit darf nicht mehr aus fossilen Quellen stammen.
- Kein DRS mehr: Stattdessen gibt es aktive Aerodynamik (Straight Mode und Corner Mode) und den Overtake-Modus für Verfolger innerhalb des Detection Gaps.
- Kleinere, leichtere Autos: Radstand höchstens 3400 mm (vorher 3600 mm), 100 mm schmaler, Mindestgewicht rund 768 kg (2025: 800 kg), schmalere Reifen.
- Neue Aerodynamik: Die großen Venturi-Kanäle im Unterboden („Ground Effect“ von 2022–2025) sind Geschichte, rund 30 % weniger Abtrieb und deutlich weniger Luftwiderstand.
- 22 Autos: Mit Cadillac als elftem Team scheiden in Q1 und Q2 jeweils sechs statt fünf Fahrer aus.
- Neuer Startablauf: Vor der Ampel blinken die Startplatz-Lichter fünf Sekunden blau („Pre-Start“).
- Höhere Budgetobergrenze: 215 Millionen US-Dollar statt 135 Millionen – dafür zählen mehr Kosten hinein.
- Neues Regelwerk-Format: Die Regeln sind in die Sections A bis F aufgeteilt.
Teams, Fahrer und Superlizenz
Jedes Team (im Reglement „F1 Team“ oder „Competitor“) muss sich jedes Jahr bei der FIA einschreiben und mit zwei Autosan allen Rennen teilnehmen. Insgesamt sind höchstens 24 Autos erlaubt; 2026 sind es 11 Teams mit 22 Autos. Ein Team darf seinen Motor von einem anderen Hersteller kaufen – dann trägt das Auto beide Namen, das Team zuerst.
Fahrer und Startnummern
- Jeder Fahrer hat eine feste Startnummer zwischen 1 und 99, die er selbst wählt (wer zuerst kommt, mahlt zuerst). Die 17 wird nicht mehr vergeben, sie ist dem 2015 verstorbenen Jules Bianchi gewidmet.
- Der amtierende Weltmeister darf die Nummer 1 fahren; seine eigene Nummer bleibt für ihn reserviert.
- Wer zwei Saisons lang kein Rennen fährt, verliert seine Nummer.
- Ein Team darf in einer Saison höchstens vier verschiedene Fahrer in Rennen einsetzen. Ersatzfahrer übernehmen Motoren- und Reifenkontingent des Stammfahrers.
- Damit die Autos eines Teams unterscheidbar sind, hat eines eine schwarze, das andere eine neongelbe Kamera über dem Fahrerkopf.
Nachwuchs im Training
Jedes Team muss pro Auto an zwei Wochenenden einen Rookie im ersten oder zweiten freien Training einsetzen – also vier Einsätze pro Saison. Als Rookie gilt, wer höchstens zwei Grands Prix gefahren ist.
Superlizenz
Ohne FIA-Superlizenz darf niemand ein Formel-1-Rennen fahren. Sie wird nach Anhang L des Sportkodex vergeben. Grob gilt: Mindestalter 18 Jahre, gültiger Führerschein, eine internationale A-Lizenz, ausreichend Superlizenz-Punkte aus Nachwuchsserien (in der Regel 40 Punkte aus den letzten drei Jahren, etwa durch gute Platzierungen in der Formel 2), mindestens 300 km Testfahrt in einem Formel-1-Auto und ein bestandener Regeltest. Für reine Trainingseinsätze gibt es eine eigene „Free Practice“-Superlizenz mit niedrigeren Hürden.
Auf der Superlizenz werden auch Strafpunkte eingetragen – mehr dazu unter Strafen.
Ablauf eines Rennwochenendes
Eine Saison hat mindestens 8 und höchstens 24 Veranstaltungen. Es gibt zwei Formate: das normale Wochenende(im Reglement „Standard Format“) und das Sprint-Wochenende („Alternative Format“).
| Tag | Normales Wochenende | Sprint-Wochenende |
|---|---|---|
| Freitag | 1. Training (60 min), 2. Training (60 min) | 1. Training (60 min), Sprint-Qualifying |
| Samstag | 3. Training (60 min), Qualifying | Sprint (ca. 100 km), Qualifying |
| Sonntag | Rennen (ca. 305 km) | Rennen (ca. 305 km) |
- Zwischen 1. und 2. Training liegen zwei bis drei Stunden, das 3. Training beginnt frühestens 18 Stunden nach dem Ende des zweiten.
- In den Trainings zählt nur die schnellste Runde. Bei gleicher Zeit liegt vorn, wer sie zuerst gefahren ist.
- Nach jedem Training dürfen Fahrer, die noch auf der Strecke sind, einen Übungsstart auf der Startaufstellung machen.
- Wer an keiner gezeiteten Session teilgenommen hat, darf nicht ins Rennen starten.
- Für das Teampersonal gibt es Sperrzeiten („Curfew“): In festgelegten Nachtstunden vor dem 1. Training und vor dem Samstag dürfen Mechaniker nicht an der Strecke sein.
Qualifying (Q1, Q2, Q3)
Das Qualifying entscheidet über die Startaufstellung für das Rennen. Es ist ein K.-o.-System in drei Abschnitten mit jeweils sieben Minuten Pause dazwischen:
| Abschnitt | Dauer | Teilnehmer | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Q1 | 18 min | alle 22 | 6 Langsamste: Plätze 17–22 |
| Q2 | 15 min | 16 | 6 Langsamste: Plätze 11–16 |
| Q3 | 13 min | 10 | Plätze 1–10, Schnellster holt die Pole Position |
- Neu 2026 Weil 22 Autos am Start sind, fliegen in Q1 und Q2 jeweils sechs statt fünf Fahrer raus. Bei 20 Autos wären es wieder fünf, bei 24 Autos sieben.
- Mit jedem neuen Abschnitt werden die Zeiten gelöscht – es zählt nur die beste Runde im jeweiligen Abschnitt.
- Bei gleicher Zeit liegt vorn, wer sie zuerst gefahren ist.
- 107-Prozent-Regel: Wer in Q1 langsamer als 107 % der Bestzeit ist (oder gar keine Zeit fährt), ist nicht qualifiziert. Die Sportkommissare können ihn trotzdem starten lassen, etwa wegen guter Trainingszeiten. Bei nasser Strecke gilt die Regel nicht.
- Die Runde muss vollständig über die Ziellinie auf der Strecke gefahren werden. Am Ende eines Abschnitts darf jeder die Linie nur noch einmal überqueren – wer die Zielflagge sieht, darf seine laufende Runde noch beenden.
- Wer unter doppelt geschwenkter gelber Flagge durch einen Abschnitt fährt, verliert diese Rundenzeit.
- Wer auf der Strecke stehen bleibt und Hilfe von außen bekommt, darf in dieser Session nicht mehr weiterfahren.
- Wird das Qualifying unterbrochen, wird die verlorene Zeit nachgeholt. Fällt es ganz aus, entscheidet in der Regel der WM-Stand über die Startaufstellung.
Sprint-Wochenende
An einigen Wochenenden gibt es zusätzlich ein kurzes Rennen am Samstag, den Sprint. Dafür entfallen das 2. und 3. Training.
Sprint-Qualifying
- Am Freitag, frühestens zweieinhalb Stunden nach dem 1. Training. Format wie im Qualifying, aber kürzer:SQ1 12 min, SQ2 10 min, SQ3 8 min, jeweils sieben Minuten Pause.
- Auch hier scheiden 2026 je sechs Fahrer in SQ1 und SQ2 aus.
- Reifenvorgabe: In SQ1 und SQ2 darf nur je ein neuer Satz Medium verwendet werden, in SQ3 ein Satz Soft.
Der Sprint
- Distanz: die kleinste Rundenzahl, die mehr als 100 km ergibt. Zeitlimit eine Stunde (bei Unterbrechung höchstens anderthalb Stunden Gesamtdauer).
- Kein Pflicht-Boxenstopp, keine Pflicht, zwei Reifenmischungen zu verwenden.
- Punkte für die Top 8: 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1. Punkte gibt es nur, wenn mindestens 50 % der Distanz gefahren wurden.
- Das Ergebnis des Sprints hat keinen Einfluss auf die Startaufstellung des Rennens – dafür gibt es am Samstagnachmittag ein eigenes Qualifying.
Rennen: Distanz, Zeitlimit, Wertung
- Distanz: die kleinste Zahl voller Runden, die mehr als 305 km ergibt. Ausnahme Monaco: mehr als 260 km.
- Zeitlimit: Ist die Distanz nach zwei Stunden nicht erreicht, endet das Rennen am Ende der Runde nach Ablauf der zwei Stunden.
- Höchstdauer mit Unterbrechung: Die Zeit einer Rotphase wird angehängt, insgesamt darf ein Rennen aber höchstensdrei Stunden dauern.
- Runden hinter Safety Car oder VSC zählen als normale Rennrunden. Beginnt das Rennen hinter dem Safety Car, wird es entsprechend gekürzt.
- Wertung: Sieger ist, wer die Distanz in der kürzesten Zeit schafft. Alle anderen werden nach gefahrenen Runden und Reihenfolge an der Ziellinie gewertet.
- 90-Prozent-Regel: Wer weniger als 90 % der Runden des Siegers (abgerundet) gefahren ist, wird nicht gewertet – auch wenn er am Ende noch fährt.
- Wird die Zielflagge versehentlich zu früh gezeigt, gilt der Stand der Runde davor. Kommt sie zu spät, gilt das Rennen als dann beendet, wann es hätte enden müssen.
- Nach der Zielflagge fahren alle direkt in den Parc fermé. Nur der Sieger darf vorher kurz feiern, etwa mit Donuts – solange es sicher ist und die Siegerehrung nicht verzögert.
- Nachgetankt wird im Rennen nicht: Ab dem Verlassen der Box zu den Aufwärmrunden bis zur Zielflagge darf kein Kraftstoff hinzugefügt oder abgelassen werden.
Startaufstellung und Start
Startaufstellung
- Die Startaufstellung ergibt sich aus dem Qualifying-Ergebnis plus aller Startplatzstrafen. Die Autos stehen versetzt, die Reihen liegen 16 m auseinander.
- Strafversetzungen werden zusammengezählt. Wer insgesamt mehr als 15 Plätze Strafe hat, startet ganz hinten (bei mehreren in Qualifying-Reihenfolge).
- Nicht qualifizierte, aber zugelassene Fahrer starten hinter allen anderen.
- Die vorläufige Aufstellung erscheint zwei Stunden vor dem Start, die endgültige eine Stunde vorher. Fällt ein Auto später aus, bleibt sein Platz leer.
Ablauf vor dem Start
- 40 Minuten vor der Einführungsrunde öffnet die Boxenausfahrt für zehn Minuten. Die Fahrer drehen eine oder mehrere Aufwärmrunden und stellen sich auf ihren Startplatz (beim Sprint: 30 Minuten vorher, eine Runde).
- Signale bei 10, 5, 3 und 1 Minute sowie 15 Sekunden. Bei 5 Minuten müssen alle Räder montiert sein, sonst gibt es eine Stop-and-Go-Strafe. Bei einer Minute werden die Motoren gestartet, bei 15 Sekunden muss das Personal die Startaufstellung verlassen haben.
- Grünes Licht: Einführungsrunde (Formation Lap) hinter dem Polesetter. Überholen ist verboten, außer um die ursprüngliche Reihenfolge wiederherzustellen. Übungsstarts sind verboten.
- Zurück auf dem Startplatz bleiben die Motoren an. Neu 2026 Sind alle Autos zum Stehen gekommen, blinken die Lichter an den Startplätzen fünf Sekunden blau („Pre-Start“), damit die Fahrer ihre Motoren auf Drehzahl bringen können.
- Dann gehen im Sekundentakt fünf rote Lichter an. Nach einer zufälligen Wartezeit gehen alle aus – das ist der Start. Gestartet wird immer aus dem Stand (stehender Start).
Fehlstart
Ab dem dritten roten Licht muss jedes Auto stillstehen, und die Vorderreifen dürfen beim Erlöschen der Lichter nicht über die Linien seines Startplatzes ragen. Ein Sensor im Auto misst, wann es sich bewegt. Für einen Fehlstart verhängen die Sportkommissare eine 5- oder 10-Sekunden-Strafe, eine Durchfahrtsstrafe oder eine Stop-and-Go-Strafe.
Probleme beim Start
- Wer in der Startaufstellung liegen bleibt, hebt die Arme. Streckenposten schieben das Auto in die Boxengasse; von dort darf es nach dem Start ins Rennen.
- Extra-Einführungsrunde: Bei kleineren Problemen folgt eine weitere Runde, das Rennen wird um eine Runde kürzer.
- Abgebrochener Start (Aborted Start): Bei größeren Problemen bleiben alle stehen, der Ablauf beginnt neu bei 10 Minuten, ebenfalls eine Runde weniger.
- Wer einen dieser Abläufe verursacht, muss aus der Boxengasse starten.
Start aus der Boxengasse
Aus der Boxengasse starten etwa Autos, an denen im Parc fermé unerlaubt gearbeitet wurde, oder die zu spät von der Startaufstellung geholt wurden. Sie stellen sich am Ende der Boxengasse auf und dürfen losfahren, sobald das ganze Feld nach dem Start an der Boxenausfahrt vorbei ist.
Start hinter dem Safety Car
Ist die Strecke zu nass, kann die Rennleitung die Einführungsrunden hinter dem Safety Car fahren lassen, eventuell mit Pflicht zu Regenreifen. Danach folgt entweder ein normaler stehender Start oder ein fliegender Start (Rolling Start): Das Rennen beginnt dann, wenn der Führende nach dem Abbiegen des Safety Cars die Linie überquert.
Punktesystem
Punkte gibt es für die ersten zehn im Rennen und die ersten acht im Sprint, jeweils für die Fahrer- und die Konstrukteurswertung.
| Platz | Rennen | Sprint |
|---|---|---|
| 1. | 25 | 8 |
| 2. | 18 | 7 |
| 3. | 15 | 6 |
| 4. | 12 | 5 |
| 5. | 10 | 4 |
| 6. | 8 | 3 |
| 7. | 6 | 2 |
| 8. | 4 | 1 |
| 9. | 2 | – |
| 10. | 1 | – |
Keine schnellste Runde mehr
Von 2019 bis 2024 gab es einen Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde (wenn der Fahrer in den Top 10 war). Dieser Punkt ist seit 2025 abgeschafft und wird auch 2026 nicht vergeben. Die schnellste Runde ist nur noch eine Statistik.
Verkürzte Rennen
Punkte gibt es nur, wenn der Führende mindestens zwei volle Runden am Stück ohne Safety Car oder VSC gefahren ist. Wie viele Punkte es gibt, hängt von der gefahrenen Distanz ab:
| Platz | ab 2 Runden | ab 25 % | ab 50 % | ab 75 % |
|---|---|---|---|---|
| 1. | 6 | 13 | 19 | 25 |
| 2. | 4 | 10 | 14 | 18 |
| 3. | 3 | 8 | 12 | 15 |
| 4. | 2 | 6 | 10 | 12 |
| 5. | 1 | 5 | 8 | 10 |
| 6. | – | 4 | 6 | 8 |
| 7. | – | 3 | 4 | 6 |
| 8. | – | 2 | 3 | 4 |
| 9. | – | 1 | 2 | 2 |
| 10. | – | – | 1 | 1 |
Im Sprint gibt es unter 50 % der Distanz gar keine Punkte. Teilen sich zwei Autos exakt dieselbe Platzierung („Dead Heat“), werden die Punkte beider Plätze addiert und geteilt.
Flaggen und Lichtsignale
Flaggen zeigen die Streckenposten. Dieselben Signale erscheinen auch auf Lichttafeln an der Strecke und im Display am Lenkrad – sie haben überall dieselbe Bedeutung.
- Grün
- Strecke frei, die Gefahr ist vorbei. Wird auch zum Beginn einer Session gezeigt.
- Gelb, einfach geschwenkt
- Gefahr neben oder auf der Strecke: langsamer fahren, nicht überholen, bereit sein auszuweichen. Die Kommissare erwarten erkennbar früheres Bremsen.
- Gelb, doppelt geschwenkt
- Große Gefahr, etwa Streckenposten auf der Fahrbahn: deutlich langsamer, bereit zum Anhalten, Überholverbot. Im Qualifying wird die Runde gestrichen.
- Rot
- Session unterbrochen: Überholverbot, langsam zurück in die Boxengasse.
- Blau
- Ein schnelleres Auto, das dich überrunden will, ist hinter dir – lass es bei der nächsten Gelegenheit vorbei. An der Boxenausfahrt warnt sie vor Verkehr auf der Strecke.
- Weiß
- Langsames Fahrzeug voraus, zum Beispiel ein Bergungs- oder Medical-Car.
- Gelb-rot gestreift
- Rutschige Fahrbahn, etwa durch Öl, Wasser oder Schmutz.
- Schwarz-weiß diagonal
- Verwarnung wegen unsportlichen Verhaltens, oft nach wiederholtem Abkürzen (Track Limits). Wird mit der Startnummer gezeigt.
- Schwarz mit orangem Kreis
- Technischer Defekt, der dich oder andere gefährdet (z. B. lose Teile): sofort an die Box.
- Schwarz
- Disqualifikation: Der Fahrer mit der gezeigten Nummer muss sofort an die Box und darf nicht weiterfahren.
- Schwarz-weiß kariert
- Zielflagge: Ende der Session.
Weitere Signale: Tafeln mit „SC“ (Safety Car) zusammen mit gelben Flaggen, „VSC“ auf den Lichttafeln, rote und grüne Ampel an der Boxenausfahrt (nur bei Grün darf man raus) sowie eine blaue Lampe am Heck des Autos bei Testfahrten ohne Superlizenz-Fahrer. Bei Regen müssen die roten Heckleuchten dauerhaft leuchten.
Safety Car
Das Safety Car kommt, wenn Fahrer oder Streckenposten in direkter Gefahr sind, ein Abbruch aber nicht nötig ist. Es fährt sofort auf die Strecke, egal wo der Führende gerade ist.
- Alle Autos müssen langsamer werden und sich hinter dem Safety Car aufreihen, mit höchstens zehn Wagenlängen Abstand (bei schlechter Sicht bis zu 20). Bis zur zweiten Überfahrt der Safety-Car-Linie gilt eine Mindestzeit pro Abschnitt, die das Steuergerät vorgibt – wer zu schnell ist, wird bestraft.
- Überholverbot – mit Ausnahmen, etwa bei der Einfahrt in die Box oder wenn ein Auto offensichtlich ein Problem hat.
- In die Box darf man nur zum Reifenwechsel. Ein Boxenstopp unter Safety Car kostet deutlich weniger Zeit als unter Grün – deshalb wird hier oft gewechselt.
- Überrundete Autos: Hält die Rennleitung es für sicher, dürfen überrundete Autos das Feld und das Safety Car überholen und sich hinten anstellen („Lapped cars may now overtake“). Danach kommt das Safety Car normalerweise eine Runde später rein.
- Ende: „Safety Car in this lap“ – die orangen Lichter gehen aus. Der Führende bestimmt ab jetzt das Tempo und darf zurückfallen, aber niemand darf neben ein anderes Auto ziehen. Überholt werden darf erst wieder ab der Ziellinie.
- Unter Safety Car ist der Overtake-Modus abgeschaltet; er wird erst wieder freigegeben, wenn alle Autos nach dem Restart die Ziellinie überquert haben.
- Ist das Safety Car in der letzten Runde noch draußen, biegt es ab und das Feld fährt ohne Überholen zur Zielflagge.
Virtual Safety Car (VSC)
Das virtuelle Safety Car wird eingesetzt, wenn doppelt geschwenkte gelbe Flaggen nötig sind, ein echtes Safety Car aber übertrieben wäre – etwa um ein liegengebliebenes Auto zu bergen.
- Auf allen Lichttafeln steht „VSC“. Alle fahren langsamer, und zwar so, dass sie in jedem Abschnitt eine vorgegebeneMindestzeit nicht unterschreiten. So bleiben die Abstände zwischen den Autos ungefähr gleich.
- Überholen ist verboten. Im Rennen darf man nur zum Reifenwechsel an die Box.
- „VSC ending“: Nach 10 bis 15 Sekunden springen die Tafeln auf Grün, und es wird sofort wieder gefahren.
- Das VSC kann auch in Trainings und im Qualifying eingesetzt werden.
- VSC-Runden zählen als Rennrunden.
Rote Flagge, Unterbrechung und Neustart
Bei einem schweren Unfall, beschädigten Barrieren oder zu viel Regen unterbricht die Rennleitung das Rennen mit der roten Flagge.
- Überholverbot, alle fahren langsam in die Boxengasse und reihen sich in der schnellen Spur (Fast Lane) auf.
- Die Uhr läuft weiter: Die Unterbrechung wird an das Zwei-Stunden-Limit angehängt, höchstens bis drei Stunden Gesamtdauer.
- Während der Pause sind erlaubt: Reifen wechseln, Unfallschäden reparieren, Kühlöffnungen anpassen, Frontflügel verstellen. Weil der Reifenwechsel „kostenlos“ ist, kann eine rote Flagge ein Rennen auf den Kopf stellen.
- Die Reihenfolge für den Neustart ist die vom letzten Punkt, an dem sie für alle Autos feststand.
- Neustart: mindestens zehn Minuten Vorwarnung, dann Runden hinter dem Safety Car (Überrundete dürfen vorher eine Runde aufholen) und anschließend ein stehender Neustart aus der Startaufstellung oder ein fliegender Neustart.
- Kann das Rennen nicht fortgesetzt werden, zählt der Stand am Ende der vorletzten Runde vor der Unterbrechung.
In Trainings und Qualifying bedeutet Rot ebenfalls: langsam zurück an die Box. Im Qualifying wird die verlorene Zeit nachgeholt.
Boxenstopps und Boxengasse
- Tempolimit: 80 km/h am ganzen Wochenende. Die Rennleitung kann es ändern (enge Strecken wie Monaco fahren mit 60 km/h). In Training und Qualifying kostet jedes km/h zu viel 100 Euro (höchstens 1000 Euro), im Rennen gibt es eine Zeit-, Durchfahrts- oder Stop-and-Go-Strafe.
- Die Boxengasse hat eine innere Spur (Arbeitsbereich vor den Garagen) und eine schnelle Spur (Fast Lane). Gearbeitet werden darf nur in der inneren Spur am eigenen Boxenplatz.
- Rückwärtsfahren mit Motorkraft ist verboten. Autos dürfen nicht mit motorisierten Hebern angehoben werden.
- Alle Mechaniker, die beim Boxenstopp am Auto arbeiten, tragen Helm und Schutzbrille.
- Die Reifen dürfen in der Boxengasse während des Rennens nicht unter Heizdecken liegen – die Decken müssen ab sein, bevor die Räder zum Boxenplatz getragen werden.
- Es gibt keine Pflicht zum Boxenstopp als solche. Weil im trockenen Rennen aber zwei verschiedene Reifenmischungen gefahren werden müssen, hält in der Praxis jeder mindestens einmal (siehe Reifen).
Unsafe Release
Ein Team darf sein Auto nicht so aus der Box schicken, dass es andere Autos, Mechaniker oder Personal gefährdet – etwa direkt vor ein anderes Auto in der Boxengasse. Das nennt man Unsafe Release und wird von den Sportkommissaren bestraft. Wird ein Auto im Rennen in einem unsicheren Zustand losgeschickt, etwa mit nicht festgezogenem Rad, gibt es eine Stop-and-Go-Strafe; im Training oder Qualifying eine Startplatzstrafe. Wer weiterfährt, obwohl er weiß, dass sein Auto unsicher ist, bekommt eine Zusatzstrafe.
Boxengasse gesperrt
In Ausnahmefällen kann die Rennleitung die Boxeneinfahrt schließen. Dann darf man nur noch für dringende, offensichtliche Reparaturen hinein – sonst droht im Rennen eine Stop-and-Go-Strafe.
Reifen
Einziger Reifenlieferant ist Pirelli. Pirelli hat 2026 fünf Trockenmischungen von C1 (am härtesten) bis C5(am weichsten) im Programm. Pro Wochenende werden drei davon ausgewählt und als Hard (weiß), Medium (gelb) und Soft (rot) bezeichnet. Dazu kommen Intermediates (grün, für feuchte Strecke) und Regenreifen(blau, für starken Regen). Neu 2026 Die Reifen sind schmaler: vorn 25 mm, hinten 30 mm.
Reifensätze pro Fahrer
| Reifen | Normales Wochenende | Sprint-Wochenende |
|---|---|---|
| Hard | 2 | 2 |
| Medium | 3 | 4 |
| Soft | 8 | 6 |
| Trocken insgesamt (nutzbar) | 13 | 12 |
| Intermediates | 5 | 5 (+1 unter Bedingungen) |
| Regenreifen | 2 | 2 |
- Ein Satz besteht aus vier Reifen derselben Mischung. Nach dem Qualifying dürfen Sätze derselben Mischung gemischt werden.
- Über das Wochenende müssen die Teams zu festen Zeitpunkten gebrauchte Sätze zurückgeben, sodass für das Rennen nur noch ein Teil übrig ist. Ein Satz der weichsten Mischung ist für Q3 reserviert, zwei Sätze der Pflichtmischung(en) für das Rennen.
- An manchen Wochenenden testet Pirelli zusätzliche Prototyp-Reifen im Training; dann gelten leicht andere Zahlen.
Pflicht im Rennen
Ist das Rennen trocken, muss jeder Fahrer mindestens zwei verschiedene Trockenmischungen verwenden, darunter mindestens eine der vorab festgelegten Pflichtmischungen. Wer das nicht tut, wird disqualifiziert. Wird das Rennen abgebrochen und nicht mehr fortgesetzt, gibt es stattdessen 30 Sekunden Zeitstrafe. Wer im Rennen Intermediates oder Regenreifen benutzt, ist von dieser Pflicht befreit.
Seit 2022 müssen die Fahrer ihre Startreifen für das Rennen nicht mehr nach dem Q2-Reifen wählen – die Wahl ist frei.
Regenreifen
In den Trainings dürfen Intermediates und Regenreifen erst benutzt werden, wenn die Rennleitung die Strecke für nass erklärt. Startet oder läuft das Rennen bei viel Wasser hinter dem Safety Car mit Regenreifen-Pflicht, müssen bis zum Abbiegen des Safety CarsRegenreifen (blau) gefahren werden.
Überholen, Verteidigen, Track Limits
Verteidigen
Die Grundregeln für das Fahren stehen im Anhang L des Sportkodex:
- Zur Verteidigung ist nur ein Richtungswechsel erlaubt. Wer danach zurück zur Ideallinie zieht, muss mindestens eine Wagenbreite Platz zum Streckenrand lassen.
- Verboten sind gefährliche Manöver: einen Gegner absichtlich von der Strecke drängen, ihn abdrängen (Crowding), unerwartete Richtungswechsel, Blockieren oder absichtlich Kollisionen herbeiführen.
- Wer neben einem anderen Auto liegt, hat in der Kurve meist Anspruch auf Platz. Wie viel „neben“ genug ist, legen die Sportkommissare anhand von Richtlinien fest – etwa ob die Vorderachse des Angreifers am Scheitelpunkt mindestens auf Höhe des Verteidigers ist.
- Niemand darf unnötig langsam, unberechenbar oder gefährlich fahren – auch nicht in der Auslaufrunde oder in der Boxengasse.
- Im Qualifying darf man andere Fahrer auf schnellen Runden nicht unnötig aufhalten („Impeding“) – dafür gibt es meist Startplatzstrafen.
Track Limits
Die weißen Linien am Rand gehören zur Strecke, die Randsteine (Kerbs) nicht. Ein Auto hat die Strecke verlassen, wennkein Teil mehr die Strecke berührt – vereinfacht: alle vier Räder jenseits der weißen Linie.
- Rundenzeiten, bei denen die Strecke verlassen wurde, werden im Training und Qualifying in der Regel gestrichen.
- Im Rennen gibt es nach mehreren Verstößen erst die schwarz-weiße Warnflagge, danach Zeitstrafen. Die genaue Zählweise legt der Rennleiter vor jedem Wochenende in seinen Hinweisen fest.
- Wer neben der Strecke einen bleibenden Vorteil erzielt (z. B. eine Position gewinnt), muss ihn zurückgeben oder wird bestraft. Die Rennleitung kann ausdrücklich erlauben, die Position zurückzugeben.
Kollisionen
Bei Kollisionen prüfen die Sportkommissare, ob ein Fahrer ganz oder überwiegend schuld war. Nur dann gibt es eine Strafe, meist 5 oder 10 Sekunden plus Strafpunkte. Bei „Rennunfällen“ ohne klaren Schuldigen bleibt es straffrei.
Ein Auto mit schweren Schäden oder einem Defekt, das andere gefährdet oder behindert, muss die Strecke so schnell wie möglich sicher verlassen. Wer sein Auto abstellt, muss es im Leerlauf lassen, das Hybridsystem abschalten und das Lenkrad aufstecken.
Overtake-Modus, Boost und aktive Aerodynamik
Neu 2026 Das DRS (die Klappe im Heckflügel für Verfolger, 2011–2025) gibt es nicht mehr. An seine Stelle treten drei Werkzeuge:
Aktive Aerodynamik: Straight Mode und Corner Mode
- Front- und Heckflügel haben verstellbare Elemente. Im Corner Mode (Standard) sind sie geschlossen und erzeugen Abtrieb für die Kurven.
- Im Straight Mode werden sie flach gestellt: weniger Luftwiderstand, mehr Topspeed. Das ist auf festgelegten Abschnitten (Activation Zones, am Rand mit Schildern markiert) für alle Fahrer in jeder Runde erlaubt – unabhängig vom Abstand.
- Die Zonen legt die FIA je Strecke fest. Bei wenig Grip („Low Grip Conditions“, z. B. Regen) darf nur der Frontflügel flach gestellt werden.
Overtake-Modus
- Auf jeder Strecke gibt es eine Detection Line (gelbe Linie quer über die Strecke). Wer dort weniger als den festgelegten Abstand – den Detection Gap, rund eine Sekunde – hinter einem anderen Auto liegt, bekommt den Overtake-Modus für die nächste Runde.
- Im Overtake-Modus darf das Auto mehr elektrische Leistung bei hohem Tempo abrufen (die Leistung wird erst bei rund 355 statt 345 km/h ganz abgeregelt) und pro Runde zusätzlich 0,5 Megajoule Energie zurückgewinnen.
- Nach dem Start (und nach jedem Neustart) ist er gesperrt, bis der Führende die Detection Line zum ersten Mal überquert hat. Unter Safety Car und bei wenig Grip ist er ebenfalls aus. Im Training und Qualifying ist er jederzeit verfügbar.
Boost
Mit dem Boost-Knopf kann der Fahrer jederzeit die maximale Leistung aus Verbrenner und Batterie abrufen – zum Angreifen, Verteidigen oder für eine schnelle Runde. Die Energie dafür muss er vorher gesammelt haben, etwa beim Bremsen oder durch frühes Vom-Gas-Gehen.
Strafen
Strafen verhängen die Sportkommissare, nicht der Rennleiter. Für Vergehen im Rennen und Sprint stehen ihnen folgende Strafen zur Verfügung:
| Strafe | Was der Fahrer tun muss | Wenn nicht mehr möglich |
|---|---|---|
| Verwarnung (Reprimand) | nichts – aber sie wird gezählt | – |
| 5-Sekunden-Strafe | beim nächsten Boxenstopp 5 s stehen, ohne dass am Auto gearbeitet wird | +5 s auf die Rennzeit |
| 10-Sekunden-Strafe | beim nächsten Boxenstopp 10 s stehen | +10 s |
| Durchfahrtsstrafe (Drive-Through) | innerhalb von zwei Runden durch die Boxengasse fahren, ohne anzuhalten | +20 s |
| Stop-and-Go | innerhalb von zwei Runden an die Box, 10 s stehen, keine Arbeit am Auto | +30 s |
| Zeitstrafe | wird auf die Rennzeit addiert | – |
| Startplatzstrafe | beim nächsten Rennen oder Sprint innerhalb von 12 Monaten weiter hinten starten | – |
| Disqualifikation | aus dem Ergebnis gestrichen | – |
| Sperre | beim nächsten Rennwochenende nicht starten | – |
- Eine 5- oder 10-Sekunden-Strafe muss nicht in der Box abgesessen werden: Hält der Fahrer bis zum Ende nicht mehr an, werden die Sekunden einfach auf seine Zeit addiert.
- Unter Safety Car oder VSC dürfen Durchfahrts- und Stop-and-Go-Strafen nicht angetreten werden. Kommen sie in den letzten drei Runden oder nach dem Rennen, werden 20 bzw. 30 Sekunden addiert.
- Kann ein Fahrer seine Strafe wegen Ausfalls nicht mehr antreten, kann er beim nächsten Rennen eine Startplatzstrafe bekommen.
- In Training und Qualifying gibt es keine Zeitstrafen, sondern gestrichene Rundenzeiten oder Startplatzstrafen.
- Teams können Geldstrafen bekommen, etwa für zu schnelles Fahren in der Boxengasse im Training.
Verwarnungen
Wer in einer Saison fünf Verwarnungen sammelt, davon mindestens vier für Fahrvergehen, wird beim fünften Mal umzehn Startplätze zurückversetzt.
Strafpunkte auf der Superlizenz
Zusätzlich zu einer Strafe können die Sportkommissare Strafpunkte vergeben (bei Verwarnungen und Geldstrafen nicht). Sie verfallen nach zwölf Monaten. Wer innerhalb von zwölf Monaten zwölf Punkte sammelt, ist für das nächste Rennwochenende gesperrt; danach werden die zwölf Punkte gelöscht.
Startplatzstrafen für Technik
Wer mehr Antriebsteile verbraucht als erlaubt, wird in der Startaufstellung zurückversetzt (siehe Power Unit). Wer im Parc fermé unerlaubt am Auto arbeitet, startet aus der Boxengasse.
Technik: Auto und Antrieb
Das technische Reglement (Section C) umfasst über 250 Seiten. Die wichtigsten Eckpunkte für 2026:
Maße und Gewicht
- Neu 2026 Radstand höchstens 3400 mm (2022–2025: 3600 mm), Breite 1900 mm statt 2000 mm.
- Neu 2026 Mindestgewicht rund 768 kg ohne Kraftstoff (2025: 800 kg). Formal: 724 kg plus das von Pirelli gemessene Durchschnittsgewicht der Trockenreifen, im Qualifying 726 kg plus Reifen. Bei Hitzewarnung kommt das Gewicht des Kühlsystems für den Fahrer dazu.
- Im Qualifying muss die Gewichtsverteilung stimmen: mindestens 44 % auf der Vorder-, 54 % auf der Hinterachse.
- Ballast ist erlaubt, muss aber fest verschraubt sein. Nach jeder Session können Autos gewogen werden.
Aerodynamik
- Neu 2026 Der Unterboden ist flacher, die großen Venturi-Kanäle der Jahre 2022–2025 fallen weg. Laut FIA sinkt der Abtrieb um rund 30 % und der Luftwiderstand deutlich.
- Front- und Heckflügel sind einfacher und beweglich (Straight Mode / Corner Mode, siehe oben). Die Verstellung steuert das Einheits-Steuergerät der FIA.
- Radverkleidungen an den Vorderrädern entfallen; neue Leitbleche sollen verwirbelte Luft vom Hintermann weglenken.
- Unter dem Auto sitzt eine Planke (10 mm dick), die sich höchstens auf 8 mm abschleifen darf – so wird verhindert, dass die Autos zu tief fahren. Ist sie zu dünn, droht die Disqualifikation.
- Flügel und Boden dürfen sich unter Last nur in engen Grenzen verbiegen; das prüft die FIA mit Belastungstests.
Getriebe
- Genau acht Vorwärtsgänge, stufenlose Getriebe sind verboten.
- Die Übersetzungen müssen vorab festgelegt werden; 2026 dürfen sie einmal in der Saison geändert werden.
- Im Sportreglement 2026 (Artikel B8) sind nur noch Kontingente für Antriebsteile festgelegt; ein eigenes Getriebe-Kontingent mit Startplatzstrafen wie bis 2025 enthält die aktuelle Fassung nicht.
Power Unit und Bauteil-Kontingente
Der Antrieb heißt im Reglement Power Unit. Er besteht aus Verbrennungsmotor, Turbolader, Elektromotor, Batterie und Elektronik. Neu 2026 sind vor allem die elektrischen Anteile:
- Verbrennungsmotor (ICE): 1,6-Liter-V6 mit Turbolader, 80 mm Bohrung, rund 400 kW Leistung.
- MGU-K: Elektromotor an der Kurbelwelle, bis zu 350 kW (vorher 120 kW). Er treibt an und gewinnt beim Bremsen Energie zurück. Bei sehr hohem Tempo wird die elektrische Leistung automatisch heruntergeregelt.
- MGU-H gestrichen: Der teure Generator am Turbolader (2014–2025) fällt weg.
- Energierückgewinnung: bis zu 8,5 Megajoule pro Runde (je Strecke kann die FIA niedrigere Werte vorgeben). Der nutzbare Ladebereich der Batterie ist auf 4 Megajoule begrenzt.
- Kraftstoff: zu 100 % „Advanced Sustainable Fuel“ – aus nicht-fossilen Quellen wie Abfällen oder synthetisch hergestellt. Begrenzt wird nicht mehr die Kraftstoffmenge pro Stunde, sondern die Energiemenge (höchstens 3000 MJ pro Stunde).
- Alle Motorenhersteller (2026: Mercedes, Ferrari, Honda, Audi und Red Bull Ford) müssen ihre Antriebe bei der FIA homologieren lassen; die Homologation gilt bis Ende 2030.
Wie viele Teile pro Saison?
| Bauteil | 2026 pro Fahrer |
|---|---|
| Verbrennungsmotor (ICE) | 4 |
| Turbolader (TC) | 4 |
| Auspuffsätze (EXH) | 4 |
| Energiespeicher / Batterie (ES) | 3 |
| Steuerelektronik (CE) | 3 |
| MGU-K | 3 |
| Nebenaggregate (PU-ANC) | 6 |
Darin ist jeweils ein Zusatzteil enthalten, das es 2026 wegen der neuen Motoren für alle gibt. Ab 2027 bekommen dieses Extra nur noch Hersteller in ihrem ersten Jahr.
- Das erste zusätzliche Teil einer Art kostet zehn Startplätze, jedes weitere fünf. Strafen addieren sich; über 15 Plätze geht es ans Ende des Feldes.
- Ein Teil gilt als benutzt, sobald das Auto damit die Boxengasse verlässt. Alle Teile werden von der FIA verplombt.
- Baut ein Team an einem Wochenende mehrere gleiche Teile ein, darf es später nur das zuletzt eingebaute ohne neue Strafe weiterverwenden.
Sicherheit: Halo und Crashtests
- Halo: Der Bügel über dem Cockpit (seit 2018 Pflicht) schützt den Kopf des Fahrers vor Trümmern und Überschlägen. Er wird nach einer FIA-Norm von wenigen zugelassenen Herstellern gebaut und muss enorme Lasten aushalten.
- Überlebenszelle (Monocoque): Das Chassis aus Kohlefaser muss eine Reihe von Crash- und Belastungstests bestehen: Frontaufprall, Seitenaufprall, Heckaufprall, Tests der Überrollbügel, der Lenksäule und der Kopfstütze sowie Durchdringungstests der Seitenwände.
- Neu 2026 Der Überrollbügel hinter dem Fahrer muss einen Aufprall mit 20 g statt 16 g aushalten; die Nase ist zweistufig aufgebaut, um auch einen zweiten Aufprall abzufangen.
- Ausrüstung: Feuerfeste Kleidung, Helm und HANS-Kopfstütze sind Pflicht. Räder sind mit Halteseilen gesichert, damit sie sich bei Unfällen nicht lösen. Jedes Auto hat einen Feuerlöscher an Bord.
- Unfallmeldung: Eine Warnleuchte zeigt nach schweren Unfällen an, dass der Fahrer sofort medizinisch untersucht werden muss.
- Hitze: Bei erwarteter großer Hitze muss ein Kühlsystem für den Fahrer verbaut werden (siehe Wetter).
Parc fermé
Parc fermé (französisch: geschlossener Park) bedeutet: Das Auto ist „eingefroren“. Ab dem Moment, in dem es im Qualifying zum ersten Mal die Box verlässt, bis zum Start des Rennens darf an der Abstimmung praktisch nichts mehr geändert werden. Beim Sprint-Wochenende gilt das schon ab dem Sprint-Qualifying bis zum Start des Sprints und dann wieder ab dem Qualifying bis zum Rennen.
- Erlaubt sind nur Routinearbeiten, etwa Tanken, Reifenwechsel, Bremsenkühlung, Frontflügel verstellen oder Reparaturen mit Genehmigung des technischen Delegierten – und nur mit Teilen gleicher Bauart.
- Sechsmal pro Saison darf ein Team nach Unfallschäden Flügel, Heck oder Boden durch eine andere, bereits gefahrene Version ersetzen.
- Jedes Auto hat einen eigenen Aufpasser der FIA und eine Kamera über dem Auto in der Garage.
- Strafe: Wer die Regeln bricht, muss aus der Boxengasse starten.
- Wird für ein Rennen „Rain Hazard“ (Regenwarnung) ausgerufen, sind zusätzliche Anpassungen für Regen erlaubt.
- Nach dem Rennen fahren alle gewerteten Autos in einen abgesperrten Bereich, wo sie gewogen und kontrolliert werden. Die Fahrer bleiben bis zum Wiegen in voller Montur.
Regen, Hitze und wenig Grip
- Rain Hazard: Liegt die Regenwahrscheinlichkeit für das Rennen über 40 % (oder entscheidet es der Rennleiter), wird spätestens zwei Stunden vor dem Qualifying eine Regenwarnung ausgesprochen. Dann dürfen die Teams im Parc fermé zusätzliche Regen-Anpassungen vornehmen.
- Heat Hazard: Ist für Sprint oder Rennen ein Hitzeindex über 31 °C vorhergesagt, wird 24 Stunden vorher eine Hitzewarnung ausgerufen. Dann muss ein Kühlsystem für den Fahrer eingebaut sein, und das Mindestgewicht steigt entsprechend.
- Neu 2026 Low Grip Conditions: Der Rennleiter kann „wenig Grip“ ausrufen. Dann sind der Overtake-Modus gesperrt, nur der Frontflügel darf in den Straight Mode, und die elektrische Leistung wird teils begrenzt.
- Bei starkem Regen können Starts hinter dem Safety Car erfolgen, das Rennen kann mit roter Flagge unterbrochen werden, und das Safety Car darf den Abstand auf 20 Wagenlängen vergrößern.
- Bei Nässe gilt die 107-Prozent-Regel im Qualifying nicht, und die Pflicht zu zwei Trockenmischungen entfällt, sobald Intermediates oder Regenreifen gefahren werden.
Budgetobergrenze (Cost Cap)
Seit 2021 dürfen die Teams pro Jahr nur einen bestimmten Betrag ausgeben. Neu 2026 liegt die Grenze bei215 Millionen US-Dollar (2025: 135 Millionen).
- Die Grenze gilt bei bis zu 24 Rennen. Für jedes weitere Rennen kommen 1,8 Millionen US-Dollar dazu, und sie wird an die Inflation angepasst.
- Nicht eingerechnet werden unter anderem: Gehälter der Rennfahrer, die Gehälter der drei bestbezahlten Mitarbeiter, Marketing, Zinsen und Steuern sowie Kosten für historische Autos.
- Die Teams müssen ihre Ausgaben jedes Jahr offenlegen und prüfen lassen.
- Geringe Überschreitung (unter 2 %): Geldstrafe und mögliche sportliche Strafen.
- Erhebliche Überschreitung (2 % oder mehr): Punktabzug in der Konstrukteurs-WM, Geldstrafe und weitere Strafen.Neu 2026 Bis 2025 lag die Schwelle bei 5 %.
- Auch die Motorenhersteller haben eine eigene Obergrenze, 2026 rund 130 Millionen US-Dollar.
Testfahrten, Windkanal und Werkspausen
Testfahrten
- Vor der Saison 2026: ein nicht-öffentlicher Test im Januar (fünf Tage, davon drei Fahrtage pro Team) und zwei öffentliche Tests mit je drei Tagen. Pro Tag darf jedes Team nur ein Auto einsetzen.
- Nach der Saison: ein Testtag auf der Strecke des letzten Rennens – ein Auto für Reifentests der nächsten Saison, eines für junge Fahrer mit höchstens zwei Grands Prix.
- Dazu kommen von Pirelli organisierte Reifentests (insgesamt bis zu 40 Autotage) und ein Testtag, wenn ein Team einen neuen Stammfahrer einsetzt.
- Testfahrten mit älteren Autos sind nur unter strengen Auflagen erlaubt.
Windkanal und Computersimulation (ATR)
Die Aerodynamic Testing Restrictions begrenzen, wie viel ein Team im Windkanal und mit Strömungssimulation (CFD) arbeiten darf. Das Jahr ist in sechs Testperioden eingeteilt. Je besser ein Team in der Konstrukteurs-WM liegt, desto weniger darf es testen:
| WM-Platz | 1. | 2. | 3. | 4. | 5. | 6. | 7. | 8. | 9. | 10.+ |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anteil | 70 % | 75 % | 80 % | 85 % | 90 % | 95 % | 100 % | 105 % | 110 % | 115 % |
- 100 % entsprechen pro Testperiode 320 Windkanal-Läufen, 80 Stunden Wind und 400 Stunden Belegung sowie 2000 neuen Geometrien in der Simulation.
- Modelle dürfen höchstens 60 % der Originalgröße haben. Jedes Team darf nur einen Windkanal nutzen.
- Für die ersten drei Perioden zählt der WM-Platz des Vorjahres, danach der aktuelle Stand. Neue Teams bekommen 115 %.
Werkspausen
Jedes Team muss im Sommer (Juli/August) 14 Tage am Stück und ab dem 24. Dezember neun Tage lang die Arbeit an Entwicklung und Produktion ruhen lassen – kein Windkanal, keine Simulation, keine Teilefertigung.
Weltmeisterschaften und Gleichstand
- Fahrer-WM: Weltmeister wird, wer am Saisonende die meisten Punkte aus Rennen und Sprints hat. Es gibt keine Streichresultate.
- Konstrukteurs-WM: Die Punkte beider Autos eines Teams werden addiert. Der Titel geht an das Team (also an das Chassis), auch wenn es einen fremden Motor fährt.
- Gewertet werden nur Rennen, die tatsächlich stattgefunden haben. Ein Rennen kann abgesagt werden, wenn weniger als zwölf Autos verfügbar sind.
Gleichstand
Haben zwei Fahrer oder Teams am Ende gleich viele Punkte, entscheidet:
- die größere Zahl an Siegen,
- dann die größere Zahl an zweiten Plätzen,
- dann an dritten Plätzen und so weiter,
- und falls immer noch Gleichstand herrscht, dieselbe Rechnung mit den Qualifying-Ergebnissen.
Die Ehrung der Weltmeister findet bei der FIA-Gala am Saisonende statt; die drei Erstplatzierten der Fahrer-WM müssen dabei sein.
Den aktuellen Stand findest du unter WM-Stand, alle Termine im Kalender.
Glossar: Begriffe von A bis Z
- 107-Prozent-Regel
- Wer in Q1 mehr als 7 % langsamer als die Bestzeit ist, ist nicht automatisch startberechtigt.
- Activation Zone
- Streckenabschnitt, auf dem der Straight Mode erlaubt ist.
- ATR
- Aerodynamic Testing Restrictions – Begrenzung von Windkanal und CFD je nach WM-Platz.
- Boost
- Knopf für maximale Antriebsleistung aus Verbrenner und Batterie.
- CFD
- Computational Fluid Dynamics – Strömungssimulation am Computer.
- Corner Mode
- Standardstellung der Flügel mit viel Abtrieb für Kurven.
- Cost Cap
- Budgetobergrenze, 2026 bei 215 Millionen US-Dollar.
- Detection Gap / Detection Line
- Abstand und Messlinie, die über den Overtake-Modus entscheiden.
- Dirty Air
- Verwirbelte Luft hinter einem Auto, die dem Verfolger Abtrieb nimmt.
- DNF / DNS / DSQ
- Ausgefallen (did not finish) / nicht gestartet (did not start) / disqualifiziert.
- DRS
- Drag Reduction System – bis 2025 verstellbare Heckflügelklappe für Verfolger, 2026 abgeschafft.
- Drive-Through
- Durchfahrtsstrafe durch die Boxengasse.
- ERS
- Energy Recovery System – das Hybridsystem aus MGU-K und Batterie.
- Fast Lane
- Schnelle Spur der Boxengasse, in der nicht gearbeitet werden darf.
- Formation Lap
- Einführungsrunde vor dem Start.
- Grid
- Startaufstellung.
- Halo
- Titanbügel über dem Cockpit zum Schutz des Kopfes.
- ICE
- Internal Combustion Engine – der Verbrennungsmotor.
- Intermediates
- Grüne Reifen für feuchte oder abtrocknende Strecken.
- Low Grip Conditions
- Vom Rennleiter ausgerufene Bedingungen mit wenig Haftung, z. B. bei Regen.
- MGU-K
- Motor Generator Unit – Kinetic: Elektromotor, der antreibt und beim Bremsen Energie zurückgewinnt.
- Overcut / Undercut
- Taktik: später (Overcut) oder früher (Undercut) als der Gegner an die Box, um ihn zu überholen.
- Overtake-Modus
- Zusätzliche elektrische Leistung für Fahrer innerhalb des Detection Gaps; ersetzt das DRS.
- Parc fermé
- Phase oder Bereich, in dem am Auto nicht mehr gearbeitet werden darf.
- Pole Position
- Startplatz 1 für den Schnellsten im Qualifying.
- Power Unit
- Der gesamte Antrieb aus Verbrenner, Turbo, Elektromotor, Batterie und Elektronik.
- Reprimand
- Verwarnung durch die Sportkommissare.
- Rookie
- Neuling mit höchstens zwei Grand-Prix-Starts.
- Safety Car (SC)
- Führungsfahrzeug, das das Feld bei Gefahr langsam anführt.
- Sportkommissare (Stewards)
- Gremium, das über Strafen entscheidet.
- Stint
- Abschnitt eines Rennens zwischen zwei Boxenstopps.
- Stop-and-Go
- Strafe: 10 Sekunden an der Box stehen, ohne Arbeit am Auto.
- Straight Mode
- Flache Flügelstellung mit wenig Luftwiderstand für Geraden.
- Track Limits
- Streckenbegrenzung durch die weißen Linien.
- Unsafe Release
- Gefährliches Losschicken eines Autos aus der Box.
- VSC
- Virtual Safety Car – Neutralisierung über vorgegebene Mindestzeiten statt eines echten Führungsautos.
Quellen
- FIA: 2026 Formula 1 Regulations (Übersicht, Sections A–F)
- FIA: Section B – Sportliches Reglement 2026, Ausgabe 9 (PDF)
- FIA: Section C – Technisches Reglement 2026, Ausgabe 21 (PDF)
- FIA: Section D – Finanzreglement Teams 2026, Ausgabe 8 (PDF)
- FIA: Section F – Betriebsreglement 2026, Ausgabe 11 (PDF)
- FIA: Internationaler Sportkodex mit Anhang H (Flaggen) und Anhang L (Lizenzen, Fahrverhalten)
- Formula 1: The beginner’s guide to the 2026 regulations
- Formula 1: 12 rule changes you need to know in 2026
- Formula 1: The beginner’s guide to F1 power unit penalties
- Formula 1: Pirelli confirm 2026 tyre compounds
Häufige Fragen
Gibt es 2026 noch DRS in der Formel 1?
Nein. DRS wurde 2026 abgeschafft. Stattdessen öffnen alle Autos auf festgelegten Geraden ihre Front- und Heckflügel (Straight Mode). Wer an einem Messpunkt weniger als den festgelegten Abstand (rund eine Sekunde) hinter einem anderen Auto liegt, darf in der nächsten Runde zusätzlich den Overtake-Modus mit mehr elektrischer Energie nutzen.
Gibt es noch einen Punkt für die schnellste Runde?
Nein. Der Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde wurde zur Saison 2025 gestrichen und kehrt auch 2026 nicht zurück. Der Sieger bekommt 25 Punkte, Platz 10 noch einen Punkt.
Wie viele Motoren darf ein Fahrer 2026 verwenden?
In der Saison 2026 darf jeder Fahrer vier Verbrennungsmotoren, vier Turbolader, vier Auspuffsätze sowie je drei Energiespeicher, Steuerelektroniken und MGU-K einsetzen. Wer mehr braucht, wird beim ersten zusätzlichen Bauteil einer Art um zehn Startplätze zurückversetzt, bei jedem weiteren um fünf.
Wie schwer ist ein Formel-1-Auto 2026?
Das Mindestgewicht liegt 2026 bei rund 768 Kilogramm ohne Kraftstoff, das sind gut 30 Kilogramm weniger als 2025. Formal setzt es sich aus 724 Kilogramm (im Qualifying 726 Kilogramm) plus dem gemessenen Durchschnittsgewicht der Trockenreifen zusammen.
Wie hoch ist die Budgetobergrenze 2026?
Die Kostenobergrenze für die Teams liegt 2026 bei 215 Millionen US-Dollar pro Jahr (bei bis zu 24 Rennen). Fahrergehälter, die drei bestbezahlten Mitarbeiter und Marketingkosten zählen nicht dazu.