Rückblick · erstellt am · Rennen vom 29. März 2026

GP Japan 2026: Antonelli siegt dank Safety-Car-Stopp in Suzuka

Andrea Kimi Antonelli gewinnt den GP Japan 2026: Das Safety Car nach Bearmans Unfall schenkt ihm den Boxenstopp. Piastri wird Zweiter, Leclerc Dritter.

GP Japan 2026: Antonelli gewinnt in Suzuka – das Wichtigste

Andrea Kimi Antonelli hat für Mercedes den GP Japan 2026 gewonnen. Er startete von der Pole, fuhr die schnellste Rennrunde und bekam in Runde 22 durch das Safety Car einen Boxenstopp, der ihn kaum Zeit kostete. Mit ihm auf dem Podium standen Oscar Piastri von McLaren und Charles Leclerc von Ferrari. Sein Teamkollege George Russell hatte eine Runde vor der Safety-Car-Phase gestoppt und wurde nur Vierter. Auf unserer Rennseite zum GP Japan 2026 kannst du das ganze Rennen in 3D nacherleben.

Rennverlauf in Suzuka: Piastri führt, Mercedes lauert

Auf dem Suzuka Circuit blieb es über die 53 Runden trocken. Die Luft hatte 17,3 bis 19,5 Grad, der Asphalt 29,2 bis 38,3 Grad. Am Start lief es nicht für den Polesetter. Piastri kam von Startplatz drei an beiden Mercedes vorbei und führte schon nach der ersten Runde. Antonelli und Russell, die aus der ersten Reihe gestartet waren, mussten sich vorerst hinter dem McLaren einreihen.

In Runde 8 ging Russell kurz in Führung. Piastri holte sich die Spitze aber gleich zurück und lag ab Runde 9 wieder vorn. Fast das ganze Feld war auf Medium-Reifen gestartet. Nur Valtteri Bottas im Cadillac begann auf Hard. Die Rennen um die Spitze wurden deshalb über den Zeitpunkt des Boxenstopps entschieden.

Ab Runde 16 kamen die ersten Fahrer an die Box. Von der Spitzengruppe stoppte Lando Norris zuerst, danach Leclerc in Runde 17 und Piastri in Runde 18. Damit führte Russell ab Runde 18. Er kam in Runde 21 an die Box, und ab da lag Antonelli vorn. Diese Führung gab er bis zur Zielflagge nicht mehr ab.

In Runde 45 meldete die Rennleitung einen Vorfall mit Lewis Hamilton in Kurve 16. Es ging um Verlassen der Strecke und Vorteilnahme. In Runde 48 sahen die Kommissare von einer weiteren Untersuchung ab. Im ganzen Rennen gab es keine einzige Strafe.

Strategie: Wie das Safety Car das Rennen beim GP Japan entschied

Alle Fahrer im Ziel bis auf Fernando Alonso und Alexander Albon stoppten nur einmal. Die meisten wechselten von Medium auf Hard. Wann jemand an die Box kam, war wichtiger als jede Reifenwahl, denn in Runde 22 kam das Safety Car auf die Strecke.

  • Antonelli fuhr von allen Spitzenfahrern am längsten auf dem ersten Satz, nämlich 22 Runden auf Medium. Als das Safety Car kam, ging er an die Box. Der Stopp dauerte 2,4 Sekunden, er lag davor auf Platz 1 und drei Runden danach immer noch auf Platz 1. Hinter dem Safety Car verlor er beim Stopp viel weniger Zeit als die Konkurrenz. So entschied sich das Rennen.
  • Russell erwischte den schlechtesten Moment. Er stoppte in Runde 21, eine Runde vor dem Safety Car, und stand dabei 3,0 Sekunden. Vor dem Stopp lag er auf Platz 1, drei Runden danach auf Platz 3. Im Ziel war er Vierter, zwei Plätze schlechter als beim Start.
  • Piastri versuchte es in Runde 18 mit dem Undercut. Er fiel von Platz 1 auf Platz 5 zurück, drei Runden nach dem Stopp. Danach fuhr er 35 Runden auf Hard und kam bis auf Platz zwei nach vorn. Für den Sieg reichte das wegen des Safety Cars nicht, doch er holte das Maximum heraus.
  • Leclerc hatte den schnellsten Stopp der Spitzengruppe mit 2,1 Sekunden. Nach seinem Stopp in Runde 17 fiel er von Platz 3 auf Platz 7, kam aber bis aufs Podium zurück. Norris stoppte in Runde 16 und fiel von Platz 5 auf Platz 8. Am Ende wurde er wie beim Start Fünfter.

Der Stopp unter Safety Car zahlte sich nicht für jeden aus. Hamilton stoppte als Dritter unter Safety Car und lag drei Runden danach auf Platz 4. Am Ende verlor er auf der Strecke noch zwei Plätze und wurde Sechster. Pierre Gasly von Alpine stand 3,5 Sekunden, fiel von Platz 4 auf Platz 7 und kam auch als Siebter ins Ziel. Im Mittelfeld wurden die frühen Stopper bestraft. Esteban Ocon stoppte in Runde 19 und rutschte von Platz 9 auf 14. Bei Isack Hadjar ging es zur selben Zeit von Platz 10 auf 15. Arvid Lindblad stoppte schon in Runde 18 und brauchte 26,3 Sekunden durch die Boxengasse. Er fiel von Platz 10 auf 16. Liam Lawson wartete dagegen auf das Safety Car und lag vor und nach seinem Stopp auf Platz 9.

Ausfälle beim GP Japan 2026: Bearmans schwerer Unfall und Strolls Defekt

Zwei Fahrer sahen die Zielflagge nicht.

Oliver Bearman, Haas: Er startete von Platz 18 und wechselte in Runde 16 von Medium auf Hard. Danach jagte er die Alpine von Franco Colapinto. Vor der Spoon-Kurve kam er mit sehr hohem Geschwindigkeitsüberschuss an. Bearman selbst sprach von rund 50 km/h. Er wich aus, kam ins Gras und drehte sich mit hohem Tempo in die Streckenbegrenzung. Formula1.com berichtete, dass Colapinto von der Ideallinie Richtung Streckenmitte gezogen war und Bearman davon überrascht wurde. Haas nannte vor allem die extreme Annäherungsgeschwindigkeit als Ursache. Der Aufprall erreichte laut Team 50 G. Im Medical Centre wurde Bearman geröntgt. Er hatte keine Brüche, nur eine Prellung am rechten Knie. Teamchef Ayao Komatsu nannte den Unfall „a pretty scary moment“ (Haas F1 Team). Gewertet wurde Bearman mit 20 Runden. In Runde 22 schickte die Rennleitung das Safety Car raus, und es blieb bis Runde 28 draußen. In Runde 30 nahmen die Kommissare den Vorfall in Kurve 13 zwischen Colapinto und Bearman zur Kenntnis. In Runde 31 entschieden sie, ihn nicht weiter zu untersuchen.

Lance Stroll, Aston Martin: Er startete als Letzter von Platz 22. In Runde 21 wechselte er auf Hard, unter dem Safety Car in Runde 24 dann wieder auf Medium. Nach 30 Runden war Schluss, weil wohl der Wasserdruck nicht stimmte. Er sagte: „it looks like a water pressure issue on the ICE“. Das Team musste den Fall nach seinen Worten noch untersuchen. Teamkollege Alonso fuhr die gleiche ungewöhnliche Strategie mit nur zwei Runden auf Hard. Er kam mit einer Runde Rückstand als 18. ins Ziel.

Gewinner und Verlierer des Tages in Suzuka

Gewinner:

  • Lawson von den Racing Bulls machte die meisten Plätze gut. Er kam von Platz 14 auf Platz 9, also fünf Plätze nach vorn, und holte 2 Punkte. Entscheidend war, dass er bis zum Safety Car draußen blieb.
  • Max Verstappen von Red Bull verbesserte sich von Platz 11 auf Platz 8.
  • Ocon verlor durch seinen frühen Stopp Plätze, kämpfte sich aber zurück. Mit Platz zehn holte er den letzten Punkt.
  • Nico Hülkenberg von Audi gewann zwei Plätze, verpasste die Punkte als Elfter aber knapp. Sergio Pérez gewann ebenfalls zwei Plätze und wurde 17., obwohl sein Stopp 6,6 Sekunden dauerte, der längste aller Fahrer.

Verlierer:

  • Russell war der große Verlierer an der Spitze. Er stoppte zum falschen Zeitpunkt, verlor zwei Plätze und auch die WM-Führung.
  • Hadjar, Gabriel Bortoleto und Lindblad verloren je vier Plätze. Bortoleto stoppte sogar unter Safety Car und lag drei Runden danach auf Platz 10, fiel im Rennen aber noch auf Platz 13 zurück.
  • Albon von Williams wurde 20. mit drei Runden Rückstand. Nach seinem Stopp unter Safety Car kam er zwischen Runde 45 und 49 noch fünfmal an die Box. Warum, ist aus den vorliegenden Daten nicht bekannt. Sein Teamkollege Carlos Sainz wurde 15., Colapinto 16. und Bottas 19.

WM-Stand nach dem GP Japan: Antonelli übernimmt die Führung

Durch den Sieg steht Antonelli an der Spitze der Fahrerwertung. Er hat 72 Punkte, Russell folgt mit 63 Punkten neun Zähler dahinter. Dritter ist Leclerc mit 49 Punkten vor Hamilton mit 41 und Norris mit 25. Piastri springt mit 21 Punkten um sechs Plätze auf Rang sechs. Bearman fällt nach seinem Ausfall mit 17 Punkten auf Rang sieben zurück.

In der Konstrukteurswertung baut Mercedes den Vorsprung aus und hat 135 Punkte. Ferrari folgt mit 90 Punkten, McLaren mit 46. Haas bleibt trotz Bearmans Ausfall mit 18 Punkten Vierter. Alle Tabellen findest du im WM-Stand 2026.

Quellen

  1. Ergebnis und Daten GP Japan 2026 – formel-1-livestream.de
  2. WATCH: Bearman suffers dramatic crash during Japanese Grand Prix – formula1.com
  3. Japanese Grand Prix – Race Recap – MoneyGram Haas F1 Team
  4. Unfortunate end to the Japanese Grand Prix – Lance Stroll (offizielle Website)

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