GP Spanien 2025: Piastri siegt, Verstappen fällt nach Strafe auf P10
Oscar Piastri gewinnt in Barcelona vor Lando Norris. Ein spätes Safety Car und Verstappens harte Reifen mischen das Feld auf, Hülkenberg wird Fünfter.
GP Spanien 2025: Piastri gewinnt vor Norris und Leclerc
Oscar Piastri gewann den GP Spanien 2025 von der Pole-Position. Er führte einen weiteren Doppelsieg von McLaren vor Lando Norris an, und Charles Leclerc fuhr für Ferrari von Startplatz 7 aufs Podium. Piastri behielt bei jedem Boxenstopp die Kontrolle über das Teamduell. Das Safety Car ab Runde 55 wirbelte dann alles hinter den beiden McLaren durcheinander.
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Rennverlauf in Barcelona: Verstappens Angriff und die Führungswechsel
Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya war es heiß und trocken: 28 bis 30 Grad Luft, bis zu 50,4 Grad auf dem Asphalt und kein Regen. Piastri kam vom ersten Startplatz sauber weg. Dahinter fuhren Norris, Max Verstappen und George Russell zu dritt nebeneinander in Kurve 1. Verstappen schob sich dabei vom dritten Startplatz an Norris vorbei auf Rang 2. Leclerc ging an Lewis Hamilton vorbei, und Andrea Kimi Antonelli verlor einen Platz, weil er in den Notausgang der ersten Kurve rutschte. Im Mittelfeld berührte Liam Lawson das Heck von Fernando Alonso. Alexander Albon beschädigte sich im Getümmel den Frontflügel.
Danach setzte Red Bull auf ein aggressives Spiel. Verstappen kam schon in Runde 13 als Zweiter an die Box und lag drei Runden später auf Platz 7. Weil er so früh gestoppt hatte, war er vorne, als die McLaren-Piloten zum ersten Mal reinkamen: Norris in Runde 21, Piastri in Runde 22. Ab Runde 23 führte Verstappen das Rennen an. Das blieb nur so bis zu seinem zweiten Stopp in Runde 29, nach dem er auf Platz 4 zurückfiel. Von da an lag Piastri bis zur Zielflagge vorn.
Die zweite Stopp-Welle veränderte die Spitze kaum. Verstappen kam in Runde 47 auf gebrauchten Softs heraus und blieb Dritter. Norris (Runde 48) und Piastri (Runde 49) stoppten ebenfalls und verteidigten die Plätze 2 und 1.
Safety Car beim GP Spanien: harte Reifen, Leclerc und die Kollision mit Russell
Die entscheidende Wende für die Plätze hinter McLaren brachte Antonelli. Sein Mercedes rollte mit einem technischen Defekt ins Kiesbett, und von Runde 55 bis 61 war das Safety Car draußen. Fast alle Fahrer an der Spitze nutzten die Gelegenheit für einen Gratis-Stopp. Beim Doppelstopp von McLaren in Runde 55 stand Piastri 3,3 Sekunden, Norris 3,9 Sekunden. Beide behielten ihre Positionen.
Verstappen bekam als einziger Fahrer im Feld einen Satz harte Reifen, alle anderen Stopps unter Safety Car endeten auf Soft. Das rächte sich beim Restart. Leclerc zog auf der Start-Ziel-Geraden neben den Red Bull und holte sich trotz einer Berührung Platz 3. Die Rennkommissare untersuchten die Szene nach dem Rennen und sahen keinen Grund für eine Strafe. Für sie war es ein Rennunfall, bei dem sich beide Autos aufeinander zubewegt hatten.
Dann kam Russell, der in seinem letzten Stint auf neuen Softs fuhr. In Kurve 1 berührten sich die beiden kurz, Verstappen kürzte über den Notausgang ab und blieb vorn. Red Bull forderte ihn per Funk auf, den Platz zurückzugeben. In Kurve 5 kam es stattdessen zur zweiten, schwereren Kollision. Die Kommissare ließen die Szene in Kurve 1 ohne Folgen, bestraften Verstappen aber für die Kollision in Kurve 5 mit 10 Sekunden. Dadurch fiel er auf Platz 10 zurück und holte nur einen Punkt. Russells Funkspruch fasste seine Sicht der Dinge zusammen: „He just crashed into me.“ Der Mercedes-Pilot wurde Vierter, also genau auf seinem Startplatz.
Strategie beim GP Spanien: Undercut ohne Wirkung, Ferrari mit dem besseren Timing
Fast das ganze Feld fuhr zwei geplante Stopps und nutzte dann noch das Safety Car. Bei McLaren versuchte Norris es beide Male mit dem früheren Stopp, aber der Undercut zündete nicht. Nach seinem Stopp in Runde 21 lag er drei Runden später auf Platz 3, Piastri nach seinem Stopp eine Runde später auf Platz 2, also weiterhin vor ihm. Beim zweiten Wechsel (Runde 48 gegen 49) blieb die Reihenfolge ebenfalls gleich. Piastri verlor in 66 Runden nie die Position an seinen Teamkollegen und fuhr zusätzlich die schnellste Rennrunde.
Verstappens Vier-Stopp-Rennen ging lange auf. Die frühen Stopps kosteten ihn zwar jeweils Plätze (Runde 13: von 2 auf 7, Runde 29: von 1 auf 4), aber nach Runde 47 lag er als Dritter klar auf Podiumskurs. Erst die harten Reifen unter dem Safety Car warfen ihn aus dem Rhythmus. Leclerc und Russell überholten ihn nach dem Restart auf Soft.
Bei Ferrari ging Leclercs Plan auf. Nach dem ersten Stopp in Runde 17 fiel er von Platz 3 auf 6 zurück, nach dem zweiten in Runde 40 von 4 auf 5. Mit zwei Medium-Stints (Runde 18 bis 40 und 41 bis 55) hielt er sich trotzdem in Reichweite und holte den Podestplatz nach dem Restart. Hamilton dagegen verlor beim zweiten Stopp in Runde 46 durch eine Standzeit von 4,9 Sekunden zwei Plätze, von 4 auf 6. Das war das Ergebnis, mit dem er am Ende ins Ziel kam.
Die mutigste Strategie fuhr Sauber mit Nico Hülkenberg. Nach seinem frühen Stopp in Runde 9 stürzte er von Platz 10 auf 15 ab. Danach drehte er aber 36 Runden auf Medium (Runde 10 bis 45), den längsten Stint im Feld. Nach dem zweiten Stopp lag er auf Rang 9, beim Safety-Car-Stopp in Runde 56 schon auf Rang 8. Am Ende stand Platz 5 zu Buche, auch dank Verstappens Strafe. Lawson, Gabriel Bortoleto und Esteban Ocon verzichteten auf einen dritten Stopp. Für Lawson reichte das mit Platz 11 knapp nicht für Punkte.
Ausfälle und Strafen beim GP Spanien
Zwei Fahrer kamen nicht ins Ziel:
- Andrea Kimi Antonelli (Mercedes), Ausfall nach Runde 53: Der Italiener lag nach dem Start von Platz 6 auf Punktekurs, als ein technischer Defekt seinen Mercedes ins Kiesbett zwang. Sein Ausfall löste das Safety Car aus.
- Alexander Albon (Williams), Ausfall nach Runde 27: Wegen des Frontflügelschadens aus der Startphase musste Albon schon in Runde 6 an die Box, dabei stand er 11,4 Sekunden. Laut seinem Rennbericht beschädigte ein Duell mit Lawson in Kurve 1 den Flügel erneut. Nach einem zweiten langen Stopp (16,9 Sekunden Standzeit) zog Williams das Auto zurück, weil der Schaden zu groß war. Zuvor hatte er eine 10-Sekunden-Strafe kassiert, weil er die Strecke verlassen und sich einen Vorteil verschafft hatte. Die Kollision mit Lawson blieb ohne Folgen.
Neben Verstappen und Albon erwischte es auch Oliver Bearman (Haas F1 Team). Er hatte in Runde 54 in Kurve 1 im Duell mit Lawson die Strecke verlassen und sich einen Vorteil verschafft, dafür gab es 10 Sekunden. Eine frühere Berührung zwischen Lawson und Bearman in Kurve 1 in Runde 32 blieb ebenso ohne Strafe wie Hülkenbergs Ausflug in der ersten Runde und Alonsos Rückkehr auf die Strecke in Kurve 5. Pech hatte Carlos Sainz: Sein erster Stopp in Runde 9 dauerte 10,8 Sekunden und warf ihn von Platz 15 auf 19 zurück. Am Ende wurde er Vierzehnter.
Gewinner und Verlierer des GP Spanien
Gewinner des Tages war Hülkenberg. Von Startplatz 15 auf Platz 5, das sind zehn Plätze und 10 Punkte für Sauber. Yuki Tsunoda machte im zweiten Red Bull sechs Plätze gut, kam mit vier Stopps aber nur auf Rang 13. Leclerc gewann vier Plätze und das Podium. Isack Hadjar holte für das RB F1 Team von Startplatz 9 aus Platz 7. Dazu kamen Punkte für Pierre Gasly als Achter für das Alpine F1 Team und für Lokalmatador Alonso als Neunter für Aston Martin.
Verlierer war vor allem Verstappen. Er startete als Dritter, verlor sieben Plätze und reiste nach seiner Strafe mit nur einem Punkt ab. Antonelli und Albon gingen leer aus. Bearman fiel nach seiner Strafe von Startplatz 14 auf Rang 17 zurück, und auch Franco Colapinto blieb als Fünfzehnter ohne Punkte.
WM-Stand nach dem GP Spanien: Piastri baut Vorsprung auf Norris aus
Durch den Sieg wuchs Piastris Vorsprung auf Norris um 7 Punkte. Im WM-Stand führt der Australier jetzt mit 186 Punkten vor Norris mit 176. Verstappen bleibt mit 137 Punkten Dritter, liegt aber schon 49 Zähler hinter der Spitze. Dahinter folgen Russell (111), Leclerc (94), Hamilton (71), Antonelli (48) und Albon (42). Hadjar rückt mit 21 Punkten auf Rang 9 vor und verdrängt Ocon (20).
In der Konstrukteurs-WM hat McLaren mit 362 Punkten mehr als doppelt so viele Zähler wie Ferrari (165). Dahinter wird es eng: Mercedes hat 159 Punkte, Red Bull 144. Dank Hülkenberg zieht Sauber mit 16 Punkten mit Aston Martin gleich.
Quellen
- Ergebnis und Daten GP Spanien 2025 – formel-1-livestream.de
- Piastri leads McLaren 1-2 from Norris in Spanish GP amid late-race drama for Verstappen and Russell – formula1.com
- Report: Points run ends after tough Spanish GP – alexalbon.com
- No further action taken on Leclerc-Verstappen incident at F1 Spanish GP – Autosport