GP Barcelona 2026: Hamiltons VSC-Stopp bringt ersten Ferrari-Sieg
Lewis Hamilton gewann den GP Barcelona 2026 vor Russell und Norris. Ein Dreistopper mit VSC-Stopp in Runde 41 entschied, Antonelli schied spät aus.
GP Barcelona 2026: Hamilton gewinnt vor Russell und Norris
Lewis Hamilton hat den GP Barcelona 2026 auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya gewonnen. Es ist sein erster Grand-Prix-Sieg für Ferrari. Hinter ihm kamen Polesetter George Russell (Mercedes) und Lando Norris (McLaren) aufs Podium. Entschieden hat das Rennen eine mutige Dreistopp-Strategie: Hamilton holte sich die Führung in Runde 38 mit frischeren Reifen und behielt sie, weil er seinen letzten Stopp in Runde 41 unter dem Virtual Safety Car machen konnte. Auf unserer Rennseite zum GP Barcelona kannst du das ganze Rennen in 3D nacherleben.
Rennverlauf: Russell führt, Hamilton setzt auf Soft
Bei trockenen 29,8 bis 31,1 Grad Luft- und bis zu 52,3 Grad Streckentemperatur verteidigte Russell beim Start Platz eins. Hamilton war von Startplatz 2 als einer der wenigen Spitzenfahrer auf Soft gestartet und blieb Zweiter. Andrea Kimi Antonelli auf Platz 3, Norris und Max Verstappen (Red Bull) hielten ihre Startplätze. Charles Leclerc kam von Startplatz 10 und gewann laut Formula 1 in der ersten Runde drei Plätze.
Die Spitze wechselte in der ersten Stoppphase mehrmals. Hamilton kam in Runde 11 als Erster an die Box und fiel von Platz 2 auf Platz 5 zurück. Russell folgte in Runde 12. Dadurch führte Antonelli ab Runde 13, bis er in Runde 14 selbst stoppte. Leclerc war noch auf Medium unterwegs und lag in Runde 15 vorn. Nach seinem Stopp in Runde 16 fiel er auf Platz 6 zurück. Ab Runde 16 führte wieder Russell, und diesmal lange: bis zu seinem zweiten Stopp in Runde 36.
Strategie: Wie Hamiltons Dreistopper und das VSC das Rennen entschieden
Mercedes plante für beide Autos zwei Stopps mit zwei Sätzen harter Reifen. Ferrari ging bei Hamilton einen anderen Weg. Nach dem Soft-Start (Runden 1–11) und einem ersten Hard-Stint stoppte er schon in Runde 27 ein zweites Mal und holte Medium-Reifen. Auch dabei fiel er von Platz 2 auf Platz 5. Der frische Gummi zahlte sich aus, als die Konkurrenz an die Box musste: Russell stoppte in Runde 36 von der Spitze aus (danach Platz 2), Antonelli in Runde 37 (danach Platz 3). Ab Runde 38 führte Hamilton.
Offen blieb nur noch, wie er seinen dritten Pflichtstopp ohne Positionsverlust schaffen sollte. Die Antwort kam in Runde 41: Fernando Alonso stellte seinen Aston Martin an Kurve 9 ab, die Rennleitung rief von Runde 41 bis 42 ein Virtual Safety Car aus. Ferrari holte Hamilton herein und zog in 2,8 Sekunden harte Reifen auf. Drei Runden später lag er weiter auf Platz 1. Auf diesen Reifen fuhr er bis Runde 66 durch und holte nebenbei die schnellste Runde. Die Strategie ging also auf, wenn auch mit Glück beim Timing: Ohne VSC hätte der dritte Stopp unter Grünflagge Zeit gekostet.
Bei Verstappen ging der Dreistopper weniger glatt. Sein zweiter Stopp in Runde 29 dauerte 4,5 Sekunden, und er fiel von Platz 4 auf Platz 7 zurück. Er stoppte in Runde 40, eine Runde vor dem VSC, und kam am Ende als Vierter ins Ziel. McLaren blieb bei zwei Stopps: Norris verlor bei beiden Stopps (Runde 13 und 35) jeweils zwei Plätze. Am Ende wurde er Dritter, auch wegen der späten Ausfälle vor ihm. Oscar Piastri fuhr von Startplatz 7 auf Platz 5.
Antonelli und Leclerc: Das Drama in der Schlussphase
Die letzten Runden bargen noch Spannung. Antonelli hatte sich an Russell herangekämpft und überholte ihn laut grandprix.com in Runde 61 um Platz 2. Kurz danach war sein Rennen vorbei: Er wurde langsamer und stellte das Auto ab. Er wurde nach 61 Runden gewertet. Berichten zufolge hatte er im Duell mit Russell den Frontflügel beschädigt. Den technischen Grund für den Ausfall nannte Mercedes am Renntag nicht. Teamchef Toto Wolff glaubte nicht, dass der Zweikampf der beiden Mercedes-Fahrer den Ausfall verursacht hatte. Er brachte die Lage so auf den Punkt: „To finish first, first you have to finish.“ (Speedcafe)
Fast gleichzeitig traf es Leclerc. Am Ferrari fiel das Brake-by-Wire aus, die Servolenkung arbeitete nicht mehr, und er rutschte in Kurve 2 ins Kiesbett. Leclerc sagte dazu: „I had a BBW fail and I had no power steering anymore“ (Pit Debrief). Er schleppte sich an die Box und wurde mit 62 Runden auf Platz 15 gewertet. Danach folgte das zweite VSC von Runde 63 bis 65. Hamilton fuhr hinter dem VSC dem Sieg entgegen.
Ausfälle beim GP Barcelona 2026: Getriebe, Kiesel, Batterie
Acht Fahrer sahen die Zielflagge nicht. Antonelli, Leclerc und Oliver Bearman wurden trotzdem gewertet.
- Lance Stroll (Aston Martin), nach Runde 5: Ein Getriebeproblem, das Team holte ihn an die Box.
- Valtteri Bottas (Cadillac F1 Team), nach Runde 15: Kurz nach seinem Stopp stellte Cadillac das Auto wegen eines technischen Problems vorsorglich ab.
- Nico Hülkenberg (Audi), nach Runde 29: Ein kurioser Ausfall. Ein Kieselstein, den Liam Lawson aufgewirbelt hatte, traf den Notschalter am Audi und schaltete das Auto ab. Hülkenberg rollte noch an die Box, doch das Auto ließ sich nicht mehr starten.
- Fernando Alonso (Aston Martin), 37 Runden gewertet: Er war aus der Boxengasse gestartet. Dann fiel die Batterie aus, er stellte das Auto an Kurve 9 ab, und das VSC ab Runde 41 folgte.
- Alexander Albon (Williams), 55 Runden: Sein Stopp in Runde 34 dauerte 777,7 Sekunden in der Boxengasse, weil das Team ein Problem am Auto beheben musste. Danach fuhr er weiter. Der Grund für den endgültigen Ausfall blieb ungeklärt.
- Oliver Bearman (Haas F1 Team), nach Runde 60: Kurz vor Schluss verlor sein Auto die Leistung.
- Antonelli (nach Runde 61) und Leclerc (nach Runde 62): siehe oben.
Vorfälle und Strafen: Track Limits, gelbe Flaggen, Startverfahren
Bei Antonelli strich die Rennleitung mehrfach Rundenzeiten wegen Überschreitens der Streckenbegrenzung in Kurve 10, in den Runden 10, 20, 25 und 28. In Runde 29 bekam er dafür die schwarz-weiße Flagge. Die Rennkommissare kündigten an, den Fall nach dem Rennen zu untersuchen.
Hamilton war wegen eines möglichen Gelbflaggenvergehens notiert, die Kommissare verzichteten aber in Runde 48 auf weitere Ermittlungen. Franco Colapinto (Alpine F1 Team) hatte weniger Glück. Sein Gelbflaggenvergehen wurde nach dem Rennen untersucht und mit einer Zeitstrafe belegt. Laut Formula 1 kostete ihn die Strafe zwei Plätze, er wurde Zehnter. Nach dem Rennen untersuchten die Kommissare außerdem mögliche Verstöße gegen das Startverfahren bei Albon und Carlos Sainz.
Ohne Folgen blieben die Szenen in Kurve 1 in Runde 3: Hülkenberg und Arvid Lindblad (RB F1 Team) waren von der Strecke abgekürzt. Auch die Zweikämpfe in Kurve 12 zwischen Bearman und Isack Hadjar sowie zwischen Esteban Ocon und Gabriel Bortoleto wurden geprüft und nicht weiter verfolgt.
Gewinner, Verlierer und WM-Stand nach dem GP Barcelona
Gewinner: Neben Hamilton glänzte vor allem Pierre Gasly. Er fuhr von Startplatz 14 auf Platz 7 und machte sieben Plätze gut, mehr als jeder andere. Sein Teamkollege Colapinto holte von Platz 13 aus den letzten Punkt. Sergio Pérez gewann als 14. fünf Plätze. Lawson rettete Platz 8, obwohl er bei seinem ersten Stopp in Runde 11 6,3 Sekunden stand und von Platz 8 auf Platz 14 zurückfiel. Lindblad fuhr mit einem langen ersten Stint bis Runde 22 von Startplatz 11 auf Platz 9. Hadjar kam nach drei Stopps auf seinem Startplatz 6 ins Ziel.
Verlierer: Antonelli büßte 13 Plätze ein und verpasste sicher geglaubte Punkte. Für Leclerc endete ein Rennen, in dem er zwischenzeitlich geführt hatte, ohne Punkte. Hülkenberg verlor durch den Kiesel einen Platz in den Punkterängen.
WM-Folgen: Antonelli führt den WM-Stand weiter mit 156 Punkten an. Hamilton hat als Zweiter jetzt 115 Punkte, der Abstand beträgt also noch 41 Punkte. Russell folgt mit 106 Punkten. Norris (73) zog an Piastri (70) vorbei auf Platz 5, Leclerc bleibt mit 75 Punkten Vierter. Bei den Teams führt Mercedes mit 262 Punkten vor Ferrari (190) und McLaren (143). Alle Daten und die Szenen des Rennens findest du auf unserer Rennseite zum GP Barcelona 2026, wo du das Rennen in 3D nacherleben kannst.
Quellen
- Ergebnis und Daten GP Barcelona 2026 – formel-1-livestream.de
- Hamilton claims stellar maiden Grand Prix victory for Ferrari in Barcelona as Antonelli suffers shock retirement – Formula 1
- Barcelona-Catalunya GP 2026 – Race notes – GrandPrix.com
- Barcelona GP: Lewis Hamilton's VSC gamble delivers first Ferrari victory – PlanetF1
- Alonso finds one highlight in his 'last' Barcelona weekend amidst Aston Martin misery – PlanetF1
- Freak gravel strike leads to Hulkenberg retirement in Barcelona – RACER
- Mercedes reaction to Kimi Antonelli DNF in Barcelona – Speedcafe
- Leclerc discusses frustrating weekend and DNF at F1 2026 Barcelona-Catalunya GP – Pit Debrief
- Bearman foresees difficult weekends for Haas after F1 Barcelona-Catalunya GP DNF – Pit Debrief