Rückblick · erstellt am · Rennen vom 7. Juni 2026

GP Monaco 2026: Antonelli gewinnt Chaos-Rennen vor Hamilton

Andrea Kimi Antonelli gewinnt den GP Monaco 2026 von der Pole vor Lewis Hamilton. Sieben Ausfälle, Rote Flagge – und Russell verspielt das Podium.

GP Monaco 2026: Antonelli siegt, Hamilton und Hadjar auf dem Podium

Andrea Kimi Antonelli hat den GP Monaco 2026 von der Pole-Position aus gewonnen. Er führte jede Runde an und fuhr auch die schnellste Runde. Hinter dem Mercedes-Piloten wurde Lewis Hamilton im Ferrari Zweiter, Isack Hadjar holte für Red Bull Platz drei. Entschieden wurde das Podium erst in der Schlussphase, als zwei Safety-Car-Phasen, eine Rote Flagge und eine Reihe von Strafen das Feld auf dem Circuit de Monaco durcheinanderwirbelten. Auf unserer Rennseite zum GP Monaco 2026 kannst du das ganze Rennen in 3D nacherleben.

Rennverlauf in Monaco: Start-Ziel-Sieg, Safety Car und Rote Flagge

Der Start: Antonellis gefährlichster Gegner war nach wenigen Metern raus. Max Verstappen war von Startplatz zwei losgefahren, doch sein Red Bull ging beim Erlöschen der Ampeln offenbar in den Anti-Stall-Modus. Er fiel ans Ende des Feldes zurück und stellte das Auto nach der ersten Runde an der Box ab. Damit lag Hamilton hinter Antonelli auf Platz zwei, dahinter Charles Leclerc. Hadjar und George Russell folgten in der ersten Rennhälfte auf den Plätzen vier und fünf. Für Sergio Pérez im Cadillac begann der Tag mit einer Durchfahrtsstrafe, weil er beim Start nicht richtig in seiner Box stand. Er verbüßte sie in Runde 11. Russell wurde wegen desselben Verdachts gemeldet, die Kommissare ermittelten aber nicht weiter.

Überrundet bis Platz vier: Wie klar Antonelli das Rennen beherrschte, zeigte eine Meldung der Rennleitung in Runde 63. Als die überrundeten Autos am Safety Car vorbeifahren durften, standen auch Hadjar, Russell, Oscar Piastri, Pierre Gasly, Liam Lawson und Arvid Lindblad auf der Liste. Nur noch Hamilton und Leclerc lagen in derselben Runde wie der Spitzenreiter.

Zwei Crashs an derselben Stelle: In Runde 60 kam das Safety Car auf die Strecke, weil Lance Stroll seinen Aston Martin in der Anthony-Noghès-Kurve vor der Start-Ziel-Geraden in die Mauer gesetzt hatte. Kurz nach dem Neustart krachte Leclerc an genau derselben Stelle in die Barriere. Ab Runde 66 war das Safety Car erneut unterwegs, in Runde 68 unterbrach die Rennleitung das Rennen mit der Roten Flagge. Der Asphalt in der letzten Kurve schien sich aufzulösen, deshalb prüften die Offiziellen den Belag, bevor es weitergehen durfte.

Der Sprint zum Schluss: Ab Runde 68 fuhren alle Autos auf Soft-Reifen bis zur Zielflagge. Antonelli ließ nichts anbrennen, Hamilton blieb Zweiter. Drei Runden nach dem Neustart lagen Russell auf Platz drei, Gasly auf vier und Hadjar auf fünf. Das Podium entschieden aber am Ende die Strafen und nicht die Duelle auf der Strecke.

Strategie beim GP Monaco: Warum der Undercut kaum zählte

Die meisten Spitzenfahrer starteten auf Medium und wechselten später auf Hard. Antonelli konnte sich Zeit lassen. Er blieb bis Runde 37 draußen und lag vor und nach dem Stopp auf Platz eins. Unter dem Safety Car holte Mercedes ihn in Runde 61 noch einmal herein und schickte ihn auf Soft-Reifen weiter. Auch dabei verlor er die Führung nicht.

Hamilton gegen Leclerc: Ferrari holte Hamilton schon in Runde 28 an die Box. Er fiel vorübergehend von Platz zwei auf drei zurück, weil Leclerc noch nicht gestoppt hatte. Nach Leclercs Stopp in Runde 35 war die alte Reihenfolge wiederhergestellt: Leclerc ging als Zweiter in die Box und lag drei Runden später auf Platz drei. Unter dem ersten Safety Car stoppte Ferrari in Runde 60 mit beiden Autos direkt hintereinander. Hamilton brauchte für die Boxengasse 31,2 Sekunden, deutlich mehr als die 24,1 Sekunden bei seinem ersten Stopp. In Runde 64 meldete die Rennleitung seine Fünf-Sekunden-Strafe als abgesessen. Leclerc kostete der Stopp sogar 34,9 Sekunden, Platz drei behielt er trotzdem.

Russell überholte Hadjar mit dem früheren Stopp: Russell kam als Fünfter in Runde 31 an die Box, Hadjar als Vierter eine Runde später. Drei Runden danach lag Russell auf Platz sieben, Hadjar nur auf acht. Der Undercut hatte also funktioniert. Am Ende brachte er Russell aber nichts (siehe Strafen).

Piastri profitierte am Ende: Der Australier fuhr seinen ersten Satz Medium bis Runde 48 und fiel durch den Stopp von Platz vier auf sechs zurück. Seinen zweiten Stopp legte er in Runde 59 ein, eine Runde bevor das Safety Car kam. Danach lag er auf Platz sieben. Nach dem Neustart war er Sechster, die Strafen gegen Russell und Gasly brachten ihn noch auf Platz vier. Auch Lawson ging mit seiner Strategie auf: Er stoppte in Runde 44 für Softs, holte sich unter dem Safety Car in Runde 60 einen frischen Satz und fuhr von Startplatz zehn auf fünf.

Lange Stints: Fernando Alonso wechselte schon in Runde 3 auf Soft und fuhr diesen Satz bis Runde 57. Esteban Ocon (Haas) stoppte in Runde 9 für Hard und blieb darauf bis Runde 58. Lindblad von den Racing Bulls fuhr seinen ersten Satz Medium bis Runde 58. Alle drei bekamen bei der Roten Flagge neue Soft-Reifen und holten Punkte.

Ausfälle beim GP Monaco 2026: Sieben Autos fielen aus

  • Max Verstappen (Red Bull), ohne gewertete Runde: Nach dem missglückten Start hatte er kaum Leistung. Laut ESPN sagte Verstappen: „the engine just dropped dead“. Red Bull stellte das Auto wegen eines technischen Problems ab.
  • Valtteri Bottas (Cadillac), nach Runde 15: Laut formula1.com waren es Bremsprobleme, mit denen das Team schon das ganze Wochenende zu kämpfen hatte. PlanetF1 schrieb dagegen von Problemen mit der Kühlung.
  • Oliver Bearman (Haas), nach Runde 27: Nach der ersten Runde brauchte er einen neuen Frontflügel. Später rief ihn das Team an die Box. Er schied aus ungeklärter Ursache aus.
  • Lando Norris (McLaren), nach Runde 43: Er meldete per Funk, dass er keine Leistung mehr habe, und musste das Auto auf Anweisung des Teams abstellen. Bis dahin war er die ganze Zeit auf Medium-Reifen gefahren.
  • Lance Stroll (Aston Martin), nach Runde 56: Er verunfallte in der Anthony-Noghès-Kurve, das brachte in Runde 60 das Safety Car. Kurz davor hatte er eine Fünf-Sekunden-Strafe wegen Überschreitung der Streckenbegrenzung bekommen.
  • Charles Leclerc (Ferrari), nach Runde 64: Er krachte beim Neustart an derselben Stelle wie Stroll in die Mauer, was zur Roten Flagge führte. Am Funk machte Leclerc die Bremsen verantwortlich. Laut Motorsport Week hatte er dagegen Gummiabrieb aufgesammelt und vor der Kurve ein Rad blockiert.
  • Carlos Sainz (Williams), nach Runde 70: Nach dem Neustart traf ihn Nico Hülkenberg (Audi) und schickte ihn in die Mauer. Danach kollidierte Sainz noch mit Franco Colapinto (Alpine), drehte sich und gab auf. Weil er genug Runden absolviert hatte, wurde er als 16. gewertet.

Strafen in Monaco: Russell verliert das Podium, Gasly zwei Strafen

In Monaco wurde vor allem die Boxengasse teuer. Hamilton, Russell, Colapinto und Piastri bekamen jeweils fünf Sekunden, weil sie in der Boxengasse zu schnell gefahren waren. Gasly passierte das sogar zweimal, in Runde 52 und noch einmal in Runde 68.

Russells Absturz: Russell bekam in Runde 38 eine Fünf-Sekunden-Strafe für zu schnelles Fahren beim ersten Stopp. Bei seinem Stopp unter dem Safety Car in Runde 60 saß er sie nach Ansicht der Kommissare nicht korrekt ab. Dafür gab es in Runde 68 eine Durchfahrtsstrafe. Russell lag nach dem Neustart auf Platz drei, als er in Runde 72 durch die Boxengasse fuhr. Drei Runden später war er nur noch 14., im Ziel 12. Statt eines Podiums holte er keinen einzigen Punkt.

Gasly im Pech: Drei Runden nach dem Neustart lag der Alpine-Pilot auf Platz vier, nach Russells Durchfahrt sogar auf Podiumskurs. Mit seinen beiden Fünf-Sekunden-Strafen fiel er im Ergebnis auf Platz sieben zurück. Davon profitierten Hadjar, Piastri, Lawson und Lindblad.

Weitere Entscheidungen: Hülkenberg bekam zehn Sekunden für den Unfall mit Sainz und wurde 13. Den Zwischenfall zwischen Colapinto und Sainz bestraften die Kommissare nicht. Hamilton musste für einen möglichen Verstoß unter dem Safety Car keine Strafe fürchten. Auch Hadjars Safety-Car-Fall blieb ohne Folgen. Einen möglichen Verstoß während der Roten Flagge schauten sich die Kommissare nach dem Rennen an, auch hier gab es keine weiteren Maßnahmen, und Hadjar behielt Platz drei. Pérez wurde beim Neustart nach der Roten Flagge erneut wegen eines Fehlstarts gemeldet. Laut formula1.com warf ihn die folgende Zeitstrafe von einem Punkteplatz auf Rang 15 zurück. Cadillac hatte kurz auf die ersten WM-Punkte gehofft.

Gewinner und Verlierer des GP Monaco 2026

Gewinner:
- Fernando Alonso: Er gewann die meisten Plätze, 11, von Startplatz 21 bis auf Rang zehn. Der Punkt war der erste für Aston Martin in dieser Saison.
- Arvid Lindblad: Er fuhr von Startplatz 15 auf Rang sechs, also neun Plätze nach vorn. Zusammen mit Lawson, der von zehn auf fünf kam, holten die Racing Bulls 18 Punkte.
- Esteban Ocon: Von Startplatz 17 kam er auf Rang neun, acht Plätze besser, und holte zwei Punkte für Haas.
- Isack Hadjar: Startplatz fünf, Ziel Platz drei. Den Podestplatz bekam er auch, weil Russell und Gasly sich Strafen einhandelten.
- Alexander Albon fuhr von Startplatz elf auf acht und holte Punkte für Williams. Gabriel Bortoleto machte im Audi fünf Plätze gut und wurde Elfter, verpasste die Punkte also knapp.

Verlierer:
- Max Verstappen: Von Startplatz zwei aus fiel er schon in der ersten Runde aus, ohne Punkte.
- Charles Leclerc: Im Heimrennen lag er auf Platz drei und in derselben Runde wie der Sieger, bis er in der Anthony-Noghès-Kurve in die Mauer krachte.
- George Russell: Er lag schon auf Podestkurs, verlor das Ergebnis aber durch die Strafen und wurde nur 12.
- McLaren: Norris schied nach 43 Runden aus, Piastri holte als Vierter immerhin Schadensbegrenzung.

WM-Stand nach dem GP Monaco: Antonelli baut Vorsprung aus

Mit 25 Punkten für den Sieg steht Antonelli im WM-Stand 2026 jetzt bei 156 Punkten. Neuer Zweiter ist Hamilton: Er sprang mit 90 Punkten zwei Plätze nach vorn und liegt 66 Punkte hinter Antonelli. Russell fiel mit 88 Punkten auf Platz drei zurück, Leclerc nach seinem Ausfall mit 75 Punkten auf Platz vier. Piastri ist mit 60 Punkten Fünfter und liegt jetzt knapp vor seinem Teamkollegen Norris mit 58. Verstappen bleibt mit 43 Punkten Siebter. Der Podestplatz brachte Hadjar vier Plätze nach vorn auf Rang acht mit 29 Punkten.

In der Konstrukteurswertung führt Mercedes mit 244 Punkten, 79 vor Ferrari mit 165. Dahinter liegen McLaren mit 118 und Red Bull mit 72 Punkten. Alpine (41) und die Racing Bulls (39) liegen im Mittelfeld nur zwei Punkte auseinander.

Quellen

  1. Ergebnis und Daten GP Monaco 2026 – formel-1-livestream.de
  2. Antonelli secures brilliant victory in chaotic Monaco Grand Prix amid multiple shock retirements – formula1.com
  3. Monaco Grand Prix: Kimi Antonelli wins red-flagged race as Verstappen, Leclerc DNF – PlanetF1
  4. Monaco Grand Prix: Max Verstappen retires after stalling on the grid – ESPN
  5. F1 Monaco GP halted as Charles Leclerc crash sparks track inspection – Motorsport Week

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