GP Spanien 2006: Alonso schreibt Heimsieg-Geschichte in Barcelona
Fernando Alonso gewann als erster Spanier den GP Spanien: Von der Pole zum Sieg vor Michael Schumacher – sein WM-Vorsprung wächst auf 15 Punkte.
Mit KI erstellt auf Basis unserer Renndaten · verantwortlich: Markus Ochmann
GP Spanien 2006 im Überblick: Alonso siegt vor Schumacher und Fisichella
Am 14. Mai 2006 war Fernando Alonso auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya nicht zu schlagen. Der Weltmeister fuhr mit seinem Renault von der Pole-Position aus zum Sieg und war damit der erste Spanier, der den Großen Preis von Spanien gewann. Michael Schumacher holte mit seinem Ferrari Platz zwei, Giancarlo Fisichella machte als Dritter das Podium komplett. Gewonnen hat Alonso das Rennen schon im ersten Stint: Er fuhr der Konkurrenz einfach davon, und diesen Vorsprung brachte er über beide Boxenstopps ins Ziel. Alle Ergebnisse und Daten findest du auf unserer Rennseite zum GP Spanien 2006.
Start in Barcelona: Renault-Doppelspitze und ein Blitzstart von Räikkönen
Renault stand mit Alonso und Fisichella in der ersten Startreihe. Dahinter folgten Schumacher von Startplatz drei und Felipe Massa von Startplatz vier. Alonso kam gut weg und behielt in der ersten Kurve die Führung. Fisichella verteidigte die Innenseite und hielt Platz zwei. Laut Crash.net ließ Massa seinem Teamkollegen beim Anbremsen der ersten Kurve den Vortritt, sodass die beiden Ferrari hintereinander auf den Plätzen drei und vier blieben.
Den besten Start erwischte Kimi Räikkönen. Der McLaren-Pilot war nur von Startplatz neun ins Rennen gegangen. In der ersten Runde überholte er beide Honda und beide Toyota und lag danach auf Platz fünf.
Alonso baute seinen Vorsprung danach Runde für Runde aus. Nach Runde 4 lag er laut grandprix.com 4 Sekunden vorn, nach Runde 10 waren es 7 Sekunden und nach Runde 15 schon 9,4 Sekunden. Fisichella sorgte unterdessen dafür, dass Schumacher hinter ihm festhing, was Alonso zusätzlich Luft verschaffte.
Boxenstopps und Strategie: Ferrari fuhr länger, Renault blieb vorn
Laut grandprix.com fuhren alle Spitzenfahrer zwei Stopps. Alonso kam in Runde 17 als Erster an die Box. Danach führte Fisichella eine Runde lang, bevor auch er stoppte. Ab Runde 19 lag Schumacher vorn. Ferrari setzte darauf, den Deutschen länger draußen zu lassen. So schob sich Schumacher beim ersten Stopp-Zyklus an Fisichella vorbei, aber Alonso holte er nicht mehr ein. Nach seinem Stopp in Runde 23 kam Schumacher vor Fisichella auf die Strecke zurück, und Alonso übernahm ab Runde 24 wieder die Führung.
Zur Halbzeit führte Alonso mit 10,5 Sekunden Vorsprung auf Schumacher. Fisichella lag weitere 9,7 Sekunden zurück, auch weil er einmal in Kurve 3 durchs Kiesbett fuhr. Beim zweiten Stopp-Zyklus wiederholte sich das Muster. Alonso kam in Runde 40 an die Box, Schumacher führte von Runde 41 bis 46 und stoppte dann selbst. Danach lag wieder Alonso vorn. Nach Runde 53 betrug sein Vorsprung 14,7 Sekunden, im Ziel waren es 18,5 Sekunden auf Schumacher. Fisichella kam weitere 5,4 Sekunden dahinter ins Ziel (alle Abstände laut grandprix.com).
Massa sicherte sich als Vierter die schnellste Runde des Rennens. Laut Wikipedia fuhr er sie in Runde 42 in 1:16,648 Minuten. Das Wetter war sonnig bei etwa 28 Grad.
Ausfälle beim GP Spanien 2006: Montoya im Kies, Pech für Ralf Schumacher
Sechs Fahrer kamen nicht ins Ziel. Die Ausfallgründe stammen aus der offiziellen Wertung:
- Franck Montagny (Super Aguri) fiel nach 10 Runden mit einem Defekt an der Antriebswelle aus.
- Juan Pablo Montoya (McLaren) drehte sich nach 17 Runden und blieb auf einem Randstein hängen. Laut Crash.net gab der Kolumbianer einer Fehlfunktion der Traktionskontrolle die Schuld. Weil sein Auto mit einem Kran geborgen wurde, war kein Safety-Car nötig (laut Wikipedia).
- Ralf Schumacher (Toyota) beschädigte sich laut grandprix.com im ersten Stint beim Kontakt mit dem Heck seines Teamkollegen Jarno Trulli den Frontflügel und fiel nach dem Reparaturstopp weit zurück. Nach 31 Runden war Schluss, offiziell wegen eines Elektronikdefekts.
- Scott Speed (Toro Rosso) schied nach 47 Runden mit Motorschaden aus.
- Christijan Albers (MF1) gab nach 48 Runden mit gebrochenem Flügel auf.
- Vitantonio Liuzzi (Toro Rosso) stellte sein Auto nach 63 Runden mit einem Hydraulikproblem ab. Weil er genug Runden absolviert hatte, wurde er trotzdem als 15. gewertet.
Gewinner und Verlierer: Villeneuves Aufholjagd, Toyotas Frust
Die meisten Plätze machte Jacques Villeneuve gut. Der Kanadier startete mit seinem BMW Sauber als Letzter von Platz 22 und kam als Zwölfter ins Ziel, zehn Plätze weiter vorn. Laut grandprix.com fuhr er als Einziger mit nur einem Stopp, den er in Runde 41 einlegte. David Coulthard arbeitete sich mit seinem Red Bull von Startplatz 21 um sieben Positionen auf Platz 14 nach vorn. Räikkönen machte als Fünfter vier Plätze gut und holte damit nach seinem verpatzten Qualifying noch vier Punkte.
Dahinter holten Jenson Button und Rubens Barrichello für Honda die Plätze sechs und sieben. Laut Crash.net hatte sich Button zuvor beschwert, hinter seinem Teamkollegen festzuhängen. Erst beim ersten Stopp-Zyklus tauschten die beiden die Plätze. Nick Heidfeld holte als Achter den letzten Punkt und hielt dabei die Williams-Fahrer Mark Webber und Nico Rosberg hinter sich.
Großer Verlierer des Tages war Toyota. Ralf Schumacher fiel von Startplatz sechs aus, und Trulli rutschte von Platz sieben auf Rang zehn ab, eine Runde zurück und ohne Punkte. Für Montoya war das Rennen nach seinem Dreher früh vorbei, und McLaren verlor damit wichtige Punkte.
WM-Stand nach dem GP Spanien 2006 und Einordnung
Mit seinem dritten Saisonsieg baute Alonso die WM-Führung aus. Er hatte nun 54 Punkte, Schumacher 39, also 15 Punkte Vorsprung. Dahinter folgten Räikkönen mit 27, Fisichella mit 24 und Massa mit 20 Punkten. Button zog mit 16 Zählern an Montoya vorbei, der bei 15 Punkten blieb, und lag nun auf Rang sechs. In der Konstrukteurswertung führte Renault mit 78 Punkten vor Ferrari mit 59 und McLaren mit 42. Den kompletten WM-Stand 2006 findest du in unserer Übersicht.
Der Sieg vor heimischem Publikum hatte für Alonso große Bedeutung. Laut grandprix.com war es sein elfter Grand-Prix-Sieg und sein zwölfter Podestplatz in Folge. Zu den Zuschauern in Barcelona zählte auch König Juan Carlos. Das Rennen zeigte aber auch, wo Ferrari stand. Schumacher kam nach seinem Sieg beim GP Europa zwar mit Schwung nach Spanien, doch an diesem Tag fehlte ihm schlicht das Tempo, um Alonso unter Druck zu setzen. Als Nächstes stand der GP Monaco auf dem Programm.
Das Rennen in Zahlen
Grafiken und Tabellen aus unserer Datenbank (amtliches Ergebnis, Rundendaten).
Positionsverlauf
Platz jedes Fahrers am Ende jeder Runde; farbig die ersten zehn im Ziel.Gewonnene und verlorene Plätze
| Fahrer | Start | Ziel | Plätze |
|---|---|---|---|
| Jacques Villeneuve | 22 | 12 | +10 |
| David Coulthard | 21 | 14 | +7 |
| Kimi Räikkönen | 9 | 5 | +4 |
| Jenson Button | 8 | 6 | +2 |
| Nick Heidfeld | 10 | 8 | +2 |
| Mark Webber | 11 | 9 | +2 |
| Nico Rosberg | 13 | 11 | +2 |
| Takuma Sato | 19 | 17 | +2 |
| Michael Schumacher | 3 | 2 | +1 |
| Christian Klien | 14 | 13 | +1 |
| Tiago Monteiro | 17 | 16 | +1 |
| Fernando Alonso | 1 | 1 | 0 |
| Felipe Massa | 4 | 4 | 0 |
| Vitantonio Liuzzi | 15 | 15 | 0 |
| Giancarlo Fisichella | 2 | 3 | −1 |
| Rubens Barrichello | 5 | 7 | −2 |
| Jarno Trulli | 7 | 10 | −3 |
WM-Stand vorher und nachher
| Platz | Fahrer | vorher | Punkte |
|---|---|---|---|
| 1 | Fernando Alonso | 1 (44) | 54 |
| 2 | Michael Schumacher | 2 (31) | 39 |
| 3 | Kimi Räikkönen | 3 (23) | 27 |
| 4 | Giancarlo Fisichella | 4 (18) | 24 |
| 5 | Felipe Massa | 5 (15) | 20 |
| 6 | Jenson Button | 7 (13) | 16 |
| 7 | Juan Pablo Montoya | 6 (15) | 15 |
| 8 | Rubens Barrichello | 9 (6) | 8 |
| 9 | Ralf Schumacher | 8 (7) | 7 |
| 10 | Nick Heidfeld | 12 (5) | 6 |
Quellen
Amtliches Ergebnis auf unserer Rennseite
- Ergebnis und Daten GP Spanien 2006 – formel-1-livestream.de
- Spanish GP 2006 – Race notes: Alonso wins Spanish GP – grandprix.com
- Spanish GP 2006 – Race incidents – grandprix.com
- Spain 2006: Alonso's Spanish class – Crash.net
- 2006 Spanish Grand Prix – Wikipedia


