GP Europa 2004: Schumacher siegt, Sato scheitert an Barrichello
Michael Schumacher gewann den GP Europa 2004 am Nürburgring von der Pole aus – sein sechster Saisonsieg. Sato scheiterte im Duell mit Barrichello.

Mit KI erstellt auf Basis unserer Renndaten · verantwortlich: Markus Ochmann
GP Europa 2004 am Nürburgring: Schumacher gewinnt souverän
Michael Schumacher gewann den GP Europa 2004 auf dem Nürburgring von der Pole-Position aus. Gleichzeitig fuhr er die schnellste Runde. Rubens Barrichello kam von Startplatz 7 auf Rang zwei und machte den Doppelsieg für Ferrari perfekt. Dritter wurde Jenson Button im BAR. Entschieden war das Rennen schon in der ersten Rennphase: Bis zu den ersten Boxenstopps fuhr Schumacher einen Vorsprung heraus, der laut grandprix.com in Runde 7 bei 17 Sekunden lag. Es war sein sechster Sieg im siebten Saisonrennen und der 76. seiner Karriere.
Qualifying: Takuma Sato schreibt in der Eifel Geschichte
Im Qualifying war Schumacher eine Klasse für sich. Er holte mit 1:28,351 Minuten seine fünfte Pole der Saison und die 60. seiner Karriere. Für die Schlagzeile sorgte aber Takuma Sato: Der BAR-Honda-Pilot stellte sich auf Startplatz 2 und war damit der erste Japaner, der aus der ersten Reihe in ein Formel-1-Rennen ging. Hinter ihm starteten Jarno Trulli im Renault als Dritter und Kimi Räikkönen im McLaren als Vierter. Barrichello ging nur von Platz 7 ins Rennen und setzte deshalb auf eine Strategie mit zwei Stopps.
Startcrash in Kurve 1: Williams-Duell kostet Ralf Schumacher und da Matta das Rennen
Schon die erste Kurve brachte Chaos. Juan Pablo Montoya bremste zu spät und traf seinen Williams-Teamkollegen Ralf Schumacher. Der wurde dadurch in den Toyota von Cristiano da Matta geschoben. Ralf Schumacher und da Matta schieden ohne eine einzige gefahrene Runde aus. Da Matta nahm es gelassen: Ralfs Auto habe ihn getroffen, und auch ohne eigene Schuld auszufallen, gehöre zum Rennsport, sagte er laut Toyota.
Montoya holte sich an der Box einen neuen Frontflügel und kam als Letzter zurück auf die Strecke. Er kämpfte sich noch auf Rang 8 vor und holte mit einer Runde Rückstand den letzten WM-Punkt.
Vorne behielt Michael Schumacher die Führung. Räikkönen schob sich laut grandprix.com in der ersten Runde an Sato und Trulli vorbei und war am Ende der Runde Zweiter. Mit dem McLaren hielt er die schnelleren Autos hinter sich auf. So konnte sich der Ferrari an der Spitze ungestört absetzen.
Boxenstopps und Führungswechsel: Ferrari teilt die Strategien
Schumacher kam laut Wikipedia schon nach Runde 8 zum ersten Stopp. Danach wechselte die Führung kurz durch: Ab Runde 9 lag Fernando Alonso vorn, ab Runde 10 Sato, ab Runde 12 Barrichello. Der Brasilianer war mit mehr Sprit gestartet und blieb bis Runde 16 draußen. Danach führte wieder Michael Schumacher, und zwar bis ins Ziel. Ferrari hatte die beiden Fahrer bewusst auf verschiedene Strategien gesetzt. Für Barrichello zahlte sich das aus: Mit zwei Stopps arbeitete er sich laut grandprix.com bis auf Platz zwei vor. Die letzten Stopps begann Alonso in Runde 42.
Für McLaren war es ein rabenschwarzer Tag. Räikkönen blieb gleich nach seinem ersten Stopp mit Motorschaden stehen und kam nur auf 9 Runden. David Coulthard war von Startplatz 18 aus dem hinteren Feld gestartet, früh Neunter und mit viel Sprit an Bord bis auf Platz vier vorgefahren. Nach 25 Runden fiel auch er mit Motorschaden aus.
Sato gegen Barrichello: das Duell um Platz zwei
Nach den letzten Stopps wurde es noch einmal spannend. Sato wollte Platz zwei von Barrichello zurückholen. Laut Wikipedia griff er in Runde 46 an, bremste spät in die erste Kurve und berührte den Ferrari. Sein Frontflügel war danach beschädigt, Barrichello kam ohne größeren Schaden davon. Sato holte sich an der Box eine neue Nase, nach 47 Runden war sein Rennen aber vorbei. Offizieller Ausfallgrund: Motorschaden. Dadurch erbte sein Teamkollege Button den dritten Platz und das Podium.
Weil die Ferraris auf Platz eins und zwei lagen, war vorne alles klar. Bei der Siegerehrung verzichteten Schumacher und Barrichello auf die Champagnerdusche. Sie gedachten damit des früheren Fiat-Chefs Umberto Agnelli, der wenige Tage vor dem Rennen gestorben war.
Gewinner und Verlierer: Fisichella stürmt nach vorn
Gewinner des Tages war Giancarlo Fisichella. Er startete im Sauber nur von Platz 19 und wurde Sechster. Kein anderer Fahrer gewann so viele Plätze wie er, nämlich 13. Sauber hatte ihn offenbar mit viel Sprit für einen langen ersten Stint ins Rennen geschickt. Wikipedia zufolge war Fisichella in Runde 24 der Letzte, der zum ersten Mal an die Box kam.
Auch dahinter gab es Grund zur Freude: Mark Webber fuhr im Jaguar von Platz 14 auf Rang 7. Felipe Massa im zweiten Sauber kam von Platz 16 auf Rang 9. Barrichello machte fünf Plätze gut.
Verlierer waren Sato und Räikkönen: Beide fielen aus und verloren gegenüber ihrem Startplatz jeweils 14 Positionen. Toyota konnte sich nicht freuen. Da Matta fiel in Kurve 1 aus, und Olivier Panis lag laut Toyota zwar zwischenzeitlich auf Rang acht, verlor dann aber mit nachlassenden Reifen den Anschluss. Er kam mit einer Runde Rückstand als Elfter ins Ziel. Renault holte mit Trulli (4.) und Alonso (5.) solide Punkte, hatte aber gegen Ferrari keine Chance.
WM-Stand nach dem GP Europa 2004: Ferrari enteilt
Nach sieben von 18 Rennen lag Michael Schumacher im WM-Stand 2004 mit 60 Punkten vorn. Barrichello folgte mit 46 Punkten, Button war mit 38 Punkten Dritter, knapp vor Trulli mit 36 Punkten. Alonso überholte Montoya in der Tabelle und lag mit 25 zu 24 Punkten auf Platz fünf.
Noch deutlicher war es bei den Teams: Ferrari kam auf 106 Punkte, fast so viele wie Renault (61) und BAR (46) zusammen. McLaren hatte nach dem doppelten Motorschaden nur 5 Punkte und war Sechster. Damit war klar, wer die Saison beherrschte: Abgesehen von Monaco hatte Schumacher bis dahin jedes Rennen gewonnen. Für BAR und Sato war die erste Startreihe dagegen der Beweis, dass sie inzwischen vorn mitfahren konnten.
Das Rennen in Zahlen
Grafiken und Tabellen aus unserer Datenbank (amtliches Ergebnis, Rundendaten).
Positionsverlauf
Platz jedes Fahrers am Ende jeder Runde; farbig die ersten zehn im Ziel.Gewonnene und verlorene Plätze
| Fahrer | Start | Ziel | Plätze |
|---|---|---|---|
| Giancarlo Fisichella | 19 | 6 | +13 |
| Mark Webber | 14 | 7 | +7 |
| Felipe Massa | 16 | 9 | +7 |
| Gianmaria Bruni | 20 | 14 | +6 |
| Rubens Barrichello | 7 | 2 | +5 |
| Nick Heidfeld | 13 | 10 | +3 |
| Jenson Button | 5 | 3 | +2 |
| Giorgio Pantano | 15 | 13 | +2 |
| Zsolt Baumgartner | 17 | 15 | +2 |
| Fernando Alonso | 6 | 5 | +1 |
| Michael Schumacher | 1 | 1 | 0 |
| Juan Pablo Montoya | 8 | 8 | 0 |
| Christian Klien | 12 | 12 | 0 |
| Jarno Trulli | 3 | 4 | −1 |
| Olivier Panis | 10 | 11 | −1 |
WM-Stand vorher und nachher
| Platz | Fahrer | vorher | Punkte |
|---|---|---|---|
| 1 | Michael Schumacher | 1 (50) | 60 |
| 2 | Rubens Barrichello | 2 (38) | 46 |
| 3 | Jenson Button | 3 (32) | 38 |
| 4 | Jarno Trulli | 4 (31) | 36 |
| 5 | Fernando Alonso | 6 (21) | 25 |
| 6 | Juan Pablo Montoya | 5 (23) | 24 |
| 7 | Ralf Schumacher | 7 (12) | 12 |
| 8 | Takuma Sato | 8 (8) | 8 |
| 9 | Felipe Massa | 9 (5) | 5 |
| 10 | Giancarlo Fisichella | 12 (2) | 5 |
Quellen
Amtliches Ergebnis auf unserer Rennseite
- Ergebnis und Daten GP Europa 2004 – formel-1-livestream.de
- European GP 2004 – Race notes: Schumacher cruises to sixth win – grandprix.com
- 2004 European Grand Prix – Wikipedia
- 2004 European Grand Prix – formulaonehistory.com
- Rd.7 Europe Grand Prix 2004 – Toyota Gazoo Racing


