GP Frankreich 2005: Alonso siegt souverän, Räikkönen stürmt vor
Fernando Alonso gewann den GP Frankreich 2005 in Magny-Cours von der Pole aus. Kimi Räikkönen fuhr nach Motorstrafe von Startplatz 13 auf Rang zwei.

GP Frankreich 2005: Alonso führt jede Runde
Beim GP Frankreich 2005 im Circuit de Nevers Magny-Cours fuhr Fernando Alonso im Renault einen Sieg ohne jede Gegenwehr ein. Er startete von der Pole-Position und lag alle 70 Runden in Führung. Zweiter wurde Kimi Räikkönen im McLaren, obwohl er wegen eines Motorwechsels nur von Startplatz 13 losfuhr. Das Podium komplettierte Michael Schumacher im Ferrari. Entschieden war das Rennen eigentlich schon in den ersten Runden: Hinter Alonso bildete sich ein Stau, und er konnte ungestört davonziehen.
Start in Magny-Cours: Trulli bremst Schumacher aus
Bei sommerlicher Hitze kam Alonso sauber weg. Laut Wikipedia schien die Sonne, die Luft hatte 32 °C und der Asphalt 53 °C. Dahinter verteidigte Jarno Trulli im Toyota seinen zweiten Startplatz in den ersten Kurven gegen Schumacher. Das kam Alonso sehr gelegen, denn der Toyota hielt das ganze Verfolgerfeld auf. Nach zwei Runden lag der Spanier schon fast drei Sekunden vorn, nach vier Runden laut Auto Bild 5,5 Sekunden.
Rubens Barrichello im zweiten Ferrari ging früh an Takuma Sato im BAR vorbei und wurde Vierter. Schumacher steckte bis zum ersten Boxenstopp hinter Trulli fest. Beide kamen laut grandprix.com in Runde 17 an die Box, und erst dort zog Schumacher am Toyota vorbei. Als Alonso zu seinem ersten Stopp abbog, hatte er schon fast 30 Sekunden Vorsprung. Seine Führung war damit nie in Gefahr.
Räikkönens Aufholjagd: Strategie mit zwei Stopps
Die spannendste Geschichte des Tages spielte sich im Mittelfeld ab. Am Freitag war in Räikkönens McLaren der Mercedes-V10 in der neuen Ausbaustufe geplatzt. Für den Motorwechsel gab es zehn Startplätze Strafe, und so fiel er von Platz drei im Qualifying auf Startplatz 13 zurück. Schon in der ersten Runde überholte er Mark Webber und Ralf Schumacher, danach Jacques Villeneuve. Laut Auto Bild hing er dann lange hinter dem Sauber von Felipe Massa fest.
Den Unterschied machte die Strategie. Räikkönen hatte viel Benzin an Bord und kam erst in Runde 28 zum ersten Stopp. Laut grandprix.com hielt er nur zweimal an, in den Runden 28 und 55. Alonso stoppte dreimal, Schumacher ebenfalls. In Runde 25 fuhr Räikkönen mit 1:16,423 Minuten die schnellste Runde des Rennens. Nach seinem Stopp kam er vor seinem Teamkollegen Juan Pablo Montoya wieder auf die Strecke. Montoya hatte in Runde 25 nachgetankt und lag zu diesem Zeitpunkt vor Schumacher auf Platz drei.
An Alonso kam aber auch Räikkönen nicht heran. Nach dem zweiten Stopp des Spaniers betrug der Abstand noch 14 Sekunden, im Ziel waren es 11,805 Sekunden. Schumacher kam 1:21,914 Minuten hinter dem Sieger ins Ziel. Grandprix.com nannte Räikkönen trotzdem „the man of the race“ und den McLaren das schnellere Auto.
Ausfälle beim GP Frankreich: Montoya verliert Platz drei
Der Ausfall mit den größten Folgen traf McLaren. Montoya war vom achten Startplatz bis auf Rang drei nach vorn gefahren, wurde dann aber langsamer und stellte sein Auto nach 46 Runden ab. Offiziell ist sein Ausfall als Motorschaden gewertet. Damit war die Chance auf zwei McLaren auf dem Podium dahin.
Die weiteren Ausfälle:
- Christian Klien (Red Bull): schon nach 1 Runde draußen, weil der Kraftstoffdruck fehlte.
- Felipe Massa (Sauber): nach 30 Runden Hydraulikdefekt.
- Patrick Friesacher (Minardi): nach 33 Runden Reifenschaden.
- Christijan Albers (Minardi): nach 37 Runden ebenfalls Reifenschaden.
Dass beide Minardi mit Reifenschäden ausfielen, führte grandprix.com vermutlich auf fehlende Ventilkappen zurück.
Gewinner und Verlierer: Button punktet, Sato stürzt ab
Den größten Sprung machte Räikkönen: Er gewann elf Plätze. Tiago Monteiro im Jordan machte sechs Plätze gut und wurde Dreizehnter, David Coulthard im Red Bull fünf Plätze bis auf Rang zehn. Ein wichtiger Tag war es für BAR: Jenson Button fuhr von Startplatz sieben auf Platz vier und holte die ersten Punkte des Teams in dieser Saison. Er war allerdings eine Runde zurück. Laut Wikipedia überrundete ihn Alonso acht Runden vor Schluss.
Auf der anderen Seite stand Sato. Er war von Startplatz vier losgefahren, kam laut grandprix.com zweimal von der Strecke ab und wurde nur Elfter. Barrichello fiel von Startplatz fünf auf Rang neun zurück. Trulli rettete Platz fünf, nachdem er von Startplatz zwei gestartet war. Giancarlo Fisichella würgte im zweiten Renault beim letzten Stopp in Runde 58 den Motor ab, verlor dadurch Zeit und Positionen und wurde Sechster. Nick Heidfeld im Williams hatte laut grandprix.com mit einem schwer fahrbaren Auto zu kämpfen, das Problem kam vermutlich vom Differenzial. Er musste sechsmal an die Box und kam nur als Vierzehnter ins Ziel.
WM-Stand 2005 nach dem GP Frankreich
Mit seinem fünften Saisonsieg baute Alonso seine Führung im WM-Stand 2005 weiter aus. Er hatte jetzt 69 Punkte, Räikkönen 45 und Michael Schumacher 40. Räikkönen sah es laut Auto Bild trotzdem positiv: Er habe nur zwei Punkte verloren. Trulli schob sich mit 31 Punkten auf Platz vier vor Barrichello (29). In der Konstrukteurswertung führte Renault mit 89 Punkten vor McLaren (71) und Ferrari (69).
Für Renault war es ein Heimsieg vor dem neuen Konzernchef Carlos Ghosn, der laut grandprix.com an der Strecke war. Auch für Reifenhersteller Michelin war der Sonntag eine Genugtuung nach den Problemen in Indianapolis zwei Wochen zuvor. Für Ferrari zeigte das Rennen dagegen, wie groß der Rückstand war. Schumacher nannte sein Auto laut Auto Bild zu langsam im Vergleich zu Renault und McLaren. Die Ergebnisse aller Rennen der Saison findest du in unserer Übersicht. Weiter ging es mit dem GP Großbritannien 2005 in Silverstone.
Quellen
- Ergebnis und Daten GP Frankreich 2005 – formel-1-livestream.de
- 2005 French Grand Prix – Wikipedia
- French GP 2005 – Race report: Blue skies for Renault, grey skies for McLaren – grandprix.com
- French GP 2005 – Race notes: Alonso dominates French GP – grandprix.com
- GP von Frankreich 2005 – Auto Bild