GP Monaco 2005: Räikkönen siegt, Williams-Duo überholt Alonso
Kimi Räikkönen gewann den GP Monaco 2005 von der Pole. Er blieb beim Safety Car draußen, Alonso fiel mit verschlissenen Reifen auf Platz vier zurück.
GP Monaco 2005: Räikkönen gewinnt von der Pole, Williams mit Doppelpodium
Kimi Räikkönen gewann den GP Monaco 2005 für McLaren vom ersten Startplatz aus und führte alle 78 Runden an. Hinter ihm kamen Nick Heidfeld und Mark Webber ins Ziel, ein Doppelpodium für Williams. Entschieden wurde das Rennen in der Safety-Car-Phase nach knapp einem Drittel der Distanz: Räikkönen blieb draußen, die Konkurrenz kam an die Box. WM-Spitzenreiter Fernando Alonso ging mit völlig verschlissenen Hinterreifen ein und rettete am Ende nur noch Platz vier.
Start und erste Runden auf dem Circuit de Monaco
Räikkönen kam von der Pole gut weg und verteidigte die Spitze gegen den Zweitplatzierten Alonso in Sainte Dévote. Danach fuhr er auf dem Circuit de Monaco direkt schnelle Runden und lag laut crash.net schon in Runde 9 drei Sekunden vor dem Renault-Piloten. Nach Runde 20 waren es laut Wikipedia mehr als fünf Sekunden.
Webber verlor von Startplatz drei aus Plätze. Laut grandprix.com hatte er Probleme mit der Traktionskontrolle, und er fiel hinter Giancarlo Fisichella und Jarno Trulli auf Rang fünf zurück. Weiter hinten machten Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher gleich Boden gut. Sie waren von den Startplätzen 16 und 18 losgefahren. Montoya war für einen Unfall im Training am Samstagmorgen verantwortlich gemacht worden, in den auch Ralf Schumacher, Jacques Villeneuve und David Coulthard verwickelt waren. Zur Strafe wurde seine Qualifying-Zeit gestrichen.
Der erste Ausfall kam nach 18 Runden: Narain Karthikeyan stellte seinen Jordan mit einem Hydraulikschaden ab. Laut grandprix.com war vorher ein Kontakt mit der Mauer die Ursache.
Chaos in Mirabeau: Safety Car und die entscheidende Strategie
Laut grandprix.com drehte sich in Runde 24 Christijan Albers mit seinem Minardi in Mirabeau und blockierte einen großen Teil der Strecke. Coulthard bremste im Red Bull scharf ab, um nicht in den Minardi zu fahren. Dahinter kam Michael Schumacher, der die Szene nicht sehen konnte, und fuhr dem Schotten ins Heck. Coulthard war nach 23 Runden mit beschädigter Hinterradaufhängung raus. Schumacher brauchte einen neuen Frontflügel für seinen Ferrari und fiel laut crash.net auf Platz 13 zurück.
Das Safety Car kam auf die Strecke, und die meisten Teams holten ihre Fahrer sofort zum Stopp. Renault ließ Alonso und Fisichella direkt nacheinander stoppen. Auch die beiden Williams kamen an die Box. Räikkönen blieb draußen. Laut Wikipedia war das eine Entscheidung von McLaren-Chefstratege Neil Martin. Laut grandprix.com war Räikkönen dagegen schon an der Boxeneinfahrt vorbei, als das Team sich entschied. Unabhängig davon, wie die Entscheidung zustande kam, gewann McLaren damit das Rennen.
Räikkönens Vorsprung und Alonsos Reifenproblem
Nach dem Restart musste Räikkönen sich genug Vorsprung für seinen eigenen Stopp herausfahren, und das gelang ihm. Laut Wikipedia lag er vor seinem Stopp in Runde 42 34,7 Sekunden vorn und kam rund 13 Sekunden vor Alonso wieder auf die Strecke. Danach war er an der Spitze nicht mehr in Gefahr.
Bei Renault wurde es dagegen von Runde zu Runde schlimmer. Alonsos Auto war schwer betankt, und die Hinterreifen bauten schnell ab. Laut grandprix.com hatten ab etwa der Hälfte des Rennens beide Renault ernste Probleme. Hinter Alonso sammelte sich ein Zug aus Autos, vorne die beiden Williams.
Heidfeld und Webber überholen Alonso an der Hafenschikane
Williams holte Heidfeld eine Runde früher als Webber zum zweiten Stopp. Dadurch kam der Mönchengladbacher in der Box an seinem Teamkollegen vorbei, denn Webber hing eine Runde länger hinter dem langsamen Alonso fest. In den letzten Runden griff Heidfeld an und überholte Alonso an der Hafenschikane. Laut grandprix.com war das in Runde 72, laut crash.net schon in Runde 71.
Webber hatte es schwerer. Bei seinem ersten Versuch kürzte Alonso die Schikane ab und blieb vorne. Kurz darauf kürzte der Spanier erneut ab, und Webber kam vorbei. Für den Australier war es der erste Podestplatz in der Formel 1. Heidfeld wurde Zweiter, 13,877 Sekunden hinter Räikkönen.
Alonso rettete Platz vier. Am Ende lagen die Autos auf den Plätzen vier bis acht laut Wikipedia nur rund eine Sekunde auseinander: Alonso, Montoya, Ralf Schumacher, Michael Schumacher und Rubens Barrichello. Michael Schumacher fuhr in Runde 40 die schnellste Runde (1:15,842). In der letzten Runde kam es in der Schikane zu einem umstrittenen Manöver zwischen ihm und Barrichello. Laut grandprix.com musste der Brasilianer vom Gas, um einen Unfall zu vermeiden.
Ausfälle, Gewinner und Verlierer des Tages
Neben Karthikeyan und Coulthard fielen zwei weitere Fahrer aus:
- Patrick Friesacher (Minardi): Unfall nach 29 Runden. Laut crash.net drehte er sich nach dem Tunnel auf den Bodenwellen in den Notausgang. Ein zweites Safety Car war nicht nötig.
- Vitantonio Liuzzi (Red Bull): Unfall nach 59 Runden. Er war beim Safety Car nicht an die Box gekommen und von Platz acht auf Platz zwölf zurückgefallen. Später streifte er laut grandprix.com am Tunnelausgang die Leitplanken und beschädigte sich dabei die Hinterradaufhängung. Für Red Bull war es das erste Rennen ohne Punkte.
In Runde 62 versuchte Villeneuve laut grandprix.com und crash.net in Sainte Dévote, an seinem Sauber-Teamkollegen Felipe Massa vorbeizukommen. Massa wich in den Notausgang aus, Villeneuve schlug in die Begrenzung ein. Massa wurde Neunter, Villeneuve kam als Elfter ins Ziel.
Gewinner waren neben Räikkönen vor allem Ralf Schumacher, der zwölf Plätze gutmachte (von 18 auf 6), und Montoya, der sich elf Plätze nach vorne arbeitete (von 16 auf 5). Heidfeld gewann vier Plätze. Verlierer des Tages war Fisichella: Er startete als Vierter und landete auf Platz zwölf, eine Runde zurück. Trulli fiel bei Toyota nach einem ungünstigen Stopp beim Safety Car und einem Fahrfehler vom fünften Startplatz auf Rang zehn zurück. Coulthard verlor durch seinen Ausfall zehn Plätze.
WM-Stand nach dem GP Monaco 2005 und Einordnung
Alonso führte die Weltmeisterschaft 2005 weiter mit 49 Punkten an. Räikkönen ging mit 27 Punkten an Trulli (26) vorbei und lag nun auf Platz zwei, 22 Punkte hinter Alonso. Webber (18) und Heidfeld (17) kamen auf die Plätze vier und fünf. Michael Schumacher lag mit 12 Punkten nur auf Rang neun. Bei den Teams führte Renault mit 63 Punkten vor McLaren (51) und Toyota (43).
Für Räikkönen war es der vierte Grand-Prix-Sieg und der erste in Monaco. Nach Spanien war es außerdem sein zweiter Sieg in Folge, und er hatte erneut jede Runde angeführt. McLaren war damit klar im Aufwind, auch wenn der Abstand zu Alonso in der WM noch groß war. BAR fehlte in Monte Carlo, weil das Team noch die letzte seiner zwei Rennsperren absaß. Red Bull fuhr mit einer Star-Wars-Lackierung.
Alle Ergebnisse und Daten zu diesem Rennen findest du auf unserer Rennseite zum GP Monaco 2005.
Quellen
- Ergebnis und Daten GP Monaco 2005 – formel-1-livestream.de
- 2005 Monaco Grand Prix – Wikipedia
- Monaco GP 2005 – Race report: Gold for silver – grandprix.com
- Monaco 2005: Räikkönen's street party – crash.net
- 2005 Monaco Grand Prix – formulaonehistory.com