Rückblick · erstellt am · Rennen vom 9. Juni 2002

GP Kanada 2002: Schumacher siegt, Montoyas BMW-Motor raucht ab

Michael Schumacher gewann den GP Kanada 2002 mit nur einem Boxenstopp. Montoya schied mit Motorschaden aus. Es war Ferraris 150. Grand-Prix-Sieg.

Mit KI erstellt auf Basis unserer Renndaten · verantwortlich: Markus Ochmann

GP Kanada 2002 in Kürze: Schumachers sechster Saisonsieg

Michael Schumacher gewann den Großen Preis von Kanada 2002 auf dem Circuit Gilles Villeneuve in Montreal. Er startete von Platz zwei und kam mit nur einem Boxenstopp durch. Hinter ihm wurden David Coulthard im McLaren und Schumachers Teamkollege Rubens Barrichello im zweiten Ferrari Zweiter und Dritter. Entschieden wurde das Rennen in Runde 56: Polesetter Juan Pablo Montoya war gerade auf einer Strategie mit zwei Stopps unterwegs, als an seinem Williams der BMW-Motor zu rauchen begann.

Start und Safety Car: Barrichello vorn, Montoya nutzt die Neutralisation

Montoya hatte die Pole Position mit 1:12,836 Minuten geholt. Beim Start blieb er zunächst vorn. Barrichello war mit weniger Benzin im Tank gestartet. Er kam am Start an Schumacher vorbei, was laut Wikipedia so geplant war, und noch in der ersten Runde auch an Montoya. Ab Runde 1 führte deshalb der Brasilianer.

In der Anfangsphase gab es den ersten Ausfall. Lokalmatador Jacques Villeneuve stellte seinen BAR nach 8 Runden mit dem Status Öldruck ab. Er blieb an einer gefährlichen Stelle stehen, und laut Wikipedia ließ sich der Wagen nicht wegschieben, weil die Hinterräder blockierten. Deshalb kam das Safety Car. Williams holte Montoya während der Neutralisation in Runde 14 zu seinem ersten Stopp, er kam als Fünfter zurück. Barrichello war über das Safety Car verärgert, denn es nahm ihm seinen Vorsprung: „The car was parked and nobody was going to hit it.“ (Quelle 3)

Nach dem Restart ging Montoya laut ESPN in Runde 18 an seinem Teamkollegen Ralf Schumacher und an Kimi Räikkönen vorbei. Beide waren laut Wikipedia an der Schikane vor Start und Ziel weit gegangen. Montoya war damit Dritter.

Strategie-Duell: ein Stopp gegen zwei

Barrichello war auf zwei Stopps ausgelegt und fuhr laut ESPN in Runde 25 zum ersten Mal an die Box. Ab Runde 26 führte Michael Schumacher, der mehr Benzin an Bord hatte. Montoya lag nun auf Platz zwei. Schumacher fuhr in Runde 38 zu seinem einzigen Stopp, und Montoya übernahm die Führung. Weil der Kolumbianer schon früh unter dem Safety Car gestoppt hatte, musste er ein zweites Mal herein. In Runde 51 war es so weit, und Schumacher lag wieder vorn.

Auf dem Papier war das Rennen aber noch offen. Laut Wikipedia kam Montoya nach dem zweiten Stopp wieder näher an Schumacher heran. Williams-Technikchef Patrick Head war danach überzeugt, dass sein Fahrer gewonnen hätte. In Runde 56 qualmte es jedoch aus dem Heck des Williams, und Montoya stellte den Wagen ab. Er fiel mit Motorschaden aus, nachdem er 13 der 70 Runden geführt hatte. Schumacher brachte den Sieg danach sicher nach Hause.

Coulthard gegen Barrichello: der Kampf um Platz zwei

Coulthard war von Startplatz acht ins Rennen gegangen. Er war laut Wikipedia der Letzte, der auf nur einen Stopp setzte, und kam in Runde 50 an die Box. Laut ESPN lag er rund 22 Sekunden hinter Montoya, als dieser ausfiel, und erbte so Platz zwei. Danach musste er sich gegen Barrichello wehren. Der Brasilianer hatte nach seinem zweiten Stopp viel Zeit verloren, zeigte aber in der Schlussphase die schnellere Pace. Laut Wikipedia rutschten die beiden in Runde 60 gemeinsam durch die Auslaufzone der Schikane, bestraft wurde keiner von ihnen. Coulthard hielt Barrichello bis ins Ziel hinter sich und kam nur 1,132 Sekunden hinter Schumacher an. Barrichello hatte 7,082 Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Dahinter wurde Räikkönen Vierter, obwohl ihm laut Wikipedia nach einem Problem beim Tanken Benzin fehlte. Er musste Sprit sparen und blieb in der Auslaufrunde stehen. Giancarlo Fisichella holte als Fünfter zwei Punkte für Jordan. Jarno Trulli kam im Renault von Startplatz zehn auf Rang sechs.

Ausfälle beim GP Kanada 2002: Williams geht leer aus

Nur 14 der 22 Fahrer sahen die Zielflagge. Für Williams war es ein bitterer Nachmittag. Ralf Schumacher hatte laut ESPN und Wikipedia ein Problem mit der Tankanlage. Er musste ungeplant ein weiteres Mal an die Box, verlor so die Punkte und wurde mit allen 70 Runden als Siebter gewertet. Unsere Daten geben bei ihm als Status einen Motorschaden an. Die Ausfälle im Überblick, jeweils mit der letzten vollendeten Runde:

Auch in der Boxengasse gab es Probleme. Laut Wikipedia bekam Nick Heidfeld zwei Durchfahrtsstrafen, weil die Software seines Geschwindigkeitsbegrenzers fehlerhaft war. Er fiel deshalb im Sauber von Startplatz sieben auf Rang zwölf zurück.

Gewinner und Verlierer des Tages

Gewinner: Mark Webber machte im Minardi die meisten Plätze gut: Er kam von Startplatz 21 auf Rang elf, also zehn Positionen nach vorn. Coulthard und Heinz-Harald Frentzen (Arrows, von 19 auf 13) gewannen je sechs Plätze. Für Coulthard war es zugleich der wertvollste Sprung des Tages, denn er brachte sechs WM-Punkte. Takuma Sato kam von Startplatz 15 auf Rang zehn. Olivier Panis wurde Achter und kam laut Wikipedia damit zum ersten Mal in dieser Saison ins Ziel. Direkt hinter ihm landete Felipe Massa auf Platz neun. Alex Yoong wurde Vierzehnter und Letzter.

Verlierer: Montoya startete von der Pole Position und ging ohne Punkte nach Hause. Laut Wikipedia sprach er danach nicht mit den Medien. Für Williams endete das Rennen ohne einen einzigen Punkt.

WM-Stand nach dem GP Kanada 2002 und Einordnung

Mit seinem sechsten Saisonsieg baute Michael Schumacher seine Führung im WM-Stand 2002 weiter aus. Er hatte nach acht Rennen 70 Punkte. Dahinter lagen Ralf Schumacher und Montoya mit je 27 Punkten, also 43 Punkte zurück. Coulthard folgte mit 26, Barrichello mit 16 Punkten. Bei den Konstrukteuren führte Ferrari mit 86 Punkten vor Williams (54) und McLaren (33).

Der Sieg hatte auch historisches Gewicht. Er war Ferraris 150. Grand-Prix-Sieg in der Formel 1 und Schumachers fünfter Sieg in Montreal. Schumacher selbst wollte vom Titel noch nichts wissen: „We know we have a comfortable lead, but there is no point in thinking about when we can win it.“ (Quelle 3) Für Williams war Kanada dagegen eine verpasste Chance. Das Team hatte den Ferraris diesmal auf Augenhöhe Paroli geboten. Laut Wikipedia beklagte BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger, dass zwei Motorschäden das Team Punkte gekostet hatten. Weiter geht es mit dem GP Europa auf dem Nürburgring.

Das Rennen in Zahlen

Grafiken und Tabellen aus unserer Datenbank (amtliches Ergebnis, Rundendaten).

Positionsverlauf

Platz jedes Fahrers am Ende jeder Runde; farbig die ersten zehn im Ziel.
110203040506070RundeMSCCOUBARRAIFISTRUSCHOlivier PanisMASSAT

WM-Stand vorher und nachher

Quellen

Amtliches Ergebnis auf unserer Rennseite

  1. Ergebnis und Daten GP Kanada 2002 – formel-1-livestream.de
  2. 2002 Canadian Grand Prix – Wikipedia
  3. Canadian Grand Prix 2002 – Race Report – ESPN
  4. 2002 Canadian Grand Prix – Formula One History

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